Kurs: Adobe Photoshop

Vorwort

Herzlich willkommen zum Kurs "Adobe Photshop 7.0" der TEIA AG - Internet Akademie und Lehrbuch Verlag.

Photoshop gilt seit seiner Markteinführung Mitte der 1980er Jahre allgemein als das Standardprogramm für die digitale Bildbearbeitung.

Der Begriff digitale oder elektronische Bildbearbeitung beschreibt die Veränderung und/oder Manipulation eines in digitaler Form vorliegenden Bildes, die am Computer mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms erfolgt. Sie orientiert sich an den Arbeitstechniken der klassischen Fotografie und Fotolabortechnik. Die digitale Bildbearbeitung ermöglicht es, Bilder nachträglich so zu bearbeiten, wie es in einem herkömmlichen Fotolabor mit physikalischen und chemischen Prozessen nur unter großem Aufwand oder gar nicht möglich ist.

Die häufigsten Manipulationen in der Bildbearbeitung betreffen die Veränderung von Helligkeit, Kontrast und Farbe eines Bildes, die Bildmontage, also das Zusammenfügen mehrerer Bildteile zu einem neuen Bild, sowie verschiedene Retuschen wie das Entfernen von Objekten aus einem Bild. In den folgenden 14 Lerneinheiten erfahren Sie, wie Sie Adobe Photoshop dazu verwenden, Bilder zu bearbeiten, eigene grafische Elemente zu erstellen und alle diese Objekte für die Publikation im Internet zu optimieren. Um Photoshop so praxisnah wir möglich zu erlernen, erhalten Sie einen virtuellen Auftrag einer Filmproduktionsgesellschaft, nicht nur ein Filmplakat zu entwickeln, sondern auch die Elemente einer zugehörigen Webseite. Fotomaterial wird Ihnen hierfür zur Verfügung gestellt, einige grafische Elemente müssen Sie allerdings selbst erstellen.

Bevor wir mit der ersten Lerneinheit beginnen, möchten wir Ihnen einige grundlegende Begriffe aus der digitalen Bildbearbeitung vorstellen, da sie zum Verständnis der folgenden Lerneinheiten unabdingbar sind.

Computergrafiken werden zunächst in zwei Kategorien unterschieden: Rasterbilder und Vektorgrafiken.

Bei einem Rasterbild, man spricht auch von Bitmaps, besteht das Bild aus rechteckigen Bildpunkten, den sogenannten Pixeln, die in einem Raster angeordnet sind. Der Begriff Pixel ist die englische Abkürzung für Picture Element (Bildelement) und steht für die kleinste Bildeinheit, die mit einem digitalen Bildverarbeitungssystem aufgenommen, bearbeitet und ausgegeben werden kann (Nach: bu.s microfilmdienst, http://www.microfilmdienst.de, Aufruf: 24.05.2003). Jedem Pixel sind eine bestimmte Position und ein Farbwert im Raster zugewiesen. Vergleichen Sie ein Rasterbild mit einem Fliesenmuster oder einem Mosaik.

Die Abbildungsqualität eines Rasterbildes ist abhängig von der gespeicherten Zahl an Pixel auf einer bestimmten Längeneinheit und wird als Auflösung bezeichnet. Beschrieben wird die Auflösung in Dots per Inch (dpi) oder in ppi (Pixel pro Inch). Welche Auflösung Sie konkret verwenden, hängt von den Eigenschaften des Ausgabemediums (Bildschirm, Drucker usw.) ab. Ein Bild, das an einem Monitor präsentiert werden soll, hat typischerweise 72 dpi, also 72 Bildpunkte pro Inch (Zoll; 2,54 Zentimeter). Ein Bild, das auf einem handelsüblichen Tintenstrahldrucker ausgegeben werden soll, hat rund 300 bis 400 dpi Auflösung. Hierzu aber in Lerneinheit 2 mehr.

Eine Vektorgrafik besteht nicht aus Bildpunkten, sondern aus mathematischen Objekten, die durch Vektoren definiert werden. Ein einfaches Beispiel: Bei einem Rasterbild wird ein roter Kreis durch ein Muster aus roten und weißen Pixeln dargestellt. Bei einer Vektorgrafik wird der Kreis mathematisch beschrieben, und zwar über die Position seines Mittelpunktes, seinen Radius und seine Farbe. Wenn Sie diesen Kreis nun vergrößern, verändern Sie seine mathematische Definition. Aus diesem Grund sind Vektorgrafiken auflösungsunabhängig und verlieren beim Skalieren (Vergrößern/Verkleinern bzw. Verändern der Auflösung) weder an Schärfe, noch an Detailreichtum. Vergleichen Sie eine Vektorgrafik mit einer Zeichnung oder einem Kupferstich, bei denen gerade und gebogene Linien das Gesamtbild ergeben.

Ein weiterer Begriff, der zu den Grundlagen der digitalen Bildbearbeitung gehört, ist der Farbmodus eines Bildes. Der Farbmodus definiert, wie eine Farbe dargestellt wird und basiert auf einem sogenannten Farbmodell (siehe Lerneinheit 2). Verschiedene Farbmodi werden verwendet, da Ein- und Ausgabegeräte (z.B. Scanner, Drucker, Bildschirm, Projektor) Farbe auf unterschiedliche Weise erfassen, beziehungsweise darstellen. Ein Bildschirm zum Beispiel erzeugt Farben aus den Primärfarben Rot, Grün und Blau (RGB), eine Druckmaschine druckt mit den Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Black). Auch hierauf wird in der Lerneinheit 2 näher eingegangen.

Wenn Sie Bilder speichern, können Sie zwischen verschiedenen Dateiformaten wählen. Das Dateiformat bestimmt, wie Daten kodiert werden, wie also Texte, Bilder oder Graphiken im Computer abgelegt werden. Typische Bildformate sind zum Beispiel TIFF, JPEG, BMP oder das Photoshop-eigene Format PSD. Aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften (Bildqualität, Dateigröße, Farbmodus usw.) eignen sich manche Formate wie JPEG oder GIF besonders für die Veröffentlichung auf Webseiten, während andere wie etwa TIFF für den Druck prädestiniert sind. Hierzu erfahren Sie jedoch mehr in der Lerneinheit 2.

Bevor es nun losgeht, möchten wir Ihnen noch einen Rat zu dieser Qualifikationseinheit mitgeben: Vollziehen Sie nicht nur die Ihnen gestellten Aufgaben nach, sondern probieren Sie anhand des Übungsmaterials, das Sie zum Download zur Verfügung gestellt bekommen, oder mit eigenen Bildern so viel wie möglich aus.

Für die meisten Arbeitsprozesse gibt es keine Patentlösung, vielmehr haben Sie in vielen Fällen mehrere Möglichkeiten, ein und dasselbe Resultat zu erzielen. Das wahre Potential von Photoshop erkennen Sie jedoch erst, wenn Sie ihr erlerntes Wissen auf neue Problemstellungen transferieren. Alle Techniken lassen sich in unendlichen Kombinationen neu verwenden, so dass Sie nach erfolgreichem Abschluss der Qualifikationseinheit keinem Bild mehr trauen, das Sie nicht selbst gefälscht haben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß und Erfolg mit der QE Photoshop!

Wichtige Hinweise:

Lernprozess
Die Kurskonzeption sieht vor, dass Sie die einzelnen Lerneinheiten sequenziell, d.h. nacheinander in der vorgegebenen Reihenfolge absolvieren und alle Übungen nachvollziehen. Bitte halten Sie sich genau an die Übungsvorgaben, speichern Sie z.B. die Bilddateien, die Sie erstellen, unter den vorgegebenen Dateinamen - und bewahren Sie die erstellten Bilder auf!

Betriebssysteme:
Im Verlauf dieser Qualifikationseinheit, die an IBM-kompatiblen Computern unter Windows erstellt wurde, werden Sie zahlreiche Tastenkürzel und Tastenkombinationen kennen lernen. Da sich die Tastaturbezeichnungen eines IBM-kompatiblen PCs und eines Macs unterscheiden, und ferner unterschiedliche Tastaturbezeichnungen bei IBM-kompatiblen PCs verwendet werden, soll Ihnen die folgende Übersicht bei der Orientierung helfen.

IBM-kompatibler PC (Windows)
Umschalt-, Shift-Taste
Strg-, Ctrl-Taste
Alt-Taste
Mac
Umschalt-, Shift-Taste
Befehlstaste, CMD-Taste (Command-Taste)
Options-Taste

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Informationen & Bestellung

Allgemeine Informationen zu den Kursen der Akademie sowie zu den Büchern und Lernprogrammen des Verlags finden Sie unter www.teia.de und www.teialehrbuch.de.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei diesem Kurs!

Ihr TEIA-Team