4.2.3 TonwertkorrekturBis jetzt haben Sie nur einfache Möglichkeiten kennen gelernt, Helligkeit, Kontrast und Farbe eines Bildes zu korrigieren. Diese Verfahren bieten sich allerdings nur dann an, wenn es sich um "unkomplizierte" Bilder handelt, oder wenn es auf Details nicht so sehr ankommt und Sie vor allem Zeit sparen wollen. Professionelle Ergebnisse erhalten sie damit aber in den seltensten Fällen.
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Für hochwertige Tonwertkorrekturen stellt Photoshop vor allem zwei Werkzeuge bereit, die "Tonwertkorrektur" und die "Gradationskurven", die beide im Menü "Bild, Einstellungen" zu finden sind. Beginnen wir mit der Tonwertkorrektur. Im Dialogfeld "Tonwertkorrektur" (Abb.4.3) lassen sich Tonwertbereich und Farbbalance eines Bildes durch Einstellen der Helligkeitsstufen für Tiefen, Mitten und Lichter korrigieren. Das Histogramm im Dialogfeld dient dabei als visuelle Hilfe beim Einstellen der Werte. Die Tonwertkorrektur kann sowohl für alle Kanäle eines Bildes gleichzeitig, als auch für jeden Farbkanal individuell durchgeführt werden. Sind alle Kanäle, etwa RGB oder CMYK ausgewählt, korrigieren Sie Helligkeit und Kontrast, ohne die Farbbalance zu verändern. Wählen Sie hingegen einen Farbkanal aus, manipulieren Sie die Farbbalance eines Bildes. |
Abb. 4.3: Das Histogramm zeigt, dass das Foto zu wenig Kontrast hat
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Wie wird die Tonwertkorrektur nun konkret angewendet Die Abbildung 4.3 zeigt ein Bild, das relativ wenig Kontrast aufweist, die Bildpunkte konzentrieren sich deutlich in den mittleren Bereichen des Histogramms zwischen den Werten 52 und 224. Um dem Bild zunächst mehr Kontrast zu verleihen, ziehen Sie den linken und den rechten Regler für die Tonwertspreizung unter dem Histogramm auf die Pixelgruppe am jeweiligen Ende des Spektrums (Abb. 4.4). Alternativ können Sie die numerischen Werte direkt in das linke und rechte Eingabefeld über dem Histogramm eintippen. |
Abb.4.4: Durch Heranziehen der Regler an die Kurve wird der Tonwert korrigiert
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Mit der Tonwertspreizung legen Sie fest, welche Pixel als Weiß und Schwarz definiert werden sollen. In diesem Beispiel haben Sie den Kontrast des Bildes dadurch erhöht, indem Sie dem alten Wert 52 den neuen Wert 0, beziehungsweise dem alten Wert 224 den neuen Wert 255 zugewiesen haben. Mit anderen Worten: Die Pixel in Abbildung 4.3 wurden über den gesamten Tonwertbereich verteilt (Abb.4.5). Alle dazwischenliegenden Werte werden von Photoshop proportional neu verteilt, können aber mit dem mittleren Regler nachjustiert werden. Dieser erlaubt Ihnen also Korrekturen an den Mitteltönen, ohne die Tiefen und Lichter wesentlich zu beeinflussen. |
Abb. 4.5: Das Histogramm zeigt den korrigierten Tonwertumfang
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Eine weitere Möglichkeit, Tiefen, Mitten und Lichter zu bestimmen, bieten die drei Pipetten in der unteren rechten Ecke des Dialogfelds. Die linke Pipette bestimmt die Tiefen, die mittlere die Mitten und die rechte Pipette definiert die Lichter. Aktivieren Sie eine Pipette und klicken an die Stelle im Bild, wo Sie, jeweils die Tiefen, Mitten und Lichter setzen wollen. Ist es nötig, den Kontrast eines Bildes zu verringern, müssen sie dessen Tonwertumfang reduzieren. Hierzu benutzen Sie die beiden Regler für den Tonwertumfang. Wenn Sie zum Beispiel den weißen Tonwertumfangregler auf 230 stellen, werden alle Pixel mit dem Helligkeitswert 255 auf 230 heruntergesetzt. Das gleiche Prinzip gilt für die dunklen Bildpunkte am linken Ende des Histogramms. Auch hier werden alle dazwischenliegenden Werte proportional im definierten Bereich für den Tonumfang reduziert. Das oben beschriebene Verfahren lässt sich natürlich auch auf Korrekturen an der Helligkeit anwenden, wenn Sie den linken und den rechten Regler für die Tonwertspreizung, beziehungsweise für den Tonwertumfang, nicht proportional verschieben. Führen Sie Tonwertkorrekturen an einem Bild erst dann durch, wenn es seine endgültige Form hat, also freigestellt wurde. Bildbereiche, die später entfernt werden, sollten nicht mit korrigiert werden, da sie das Ergebnis verfälschen.
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