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6.1. Serveralternativen In diesem Abschnitt lernen Sie,
Virtueller Server Ein virtueller Server verhält sich wie ein vollwertiger Webserver, teilt sich jedoch einen Rechner mit mehreren anderen virtuellen Servern. In der Regel gehört dieser Server einem Internet-Provider, der für die Bereitstellung eine monatliche Gebühr berechnet, die auch von der Menge der Zugriffe auf die Webpräsenz abhängen kann. Ein virtueller Server ist eine einfache und relativ kostengünstige Lösung, da der Internet-Provider eine Reihe von Tätigkeiten erledigt. Während Sie sich als Kunde nur um die Erstellung und Pflege der Webpräsenz kümmern müssen, übernimmt der Provider die Einrichtung und Wartung der Hardware, die automatische Datensicherung, die Auswertung der Zugriffe etc. Da Sie sich den Rechner mit anderen Kunden des Providers teilen müssen, kann die Leistungsfähigkeit des Servers unter den Zugriffen auf die Webpräsenzen anderer Kunden leiden. Außerdem steht immer nur ein begrenzter Speicherplatz zur Verfügung, die installierte Software ist meist nicht frei wählbar und das übertragbare Datenvolumen beschränkt. Ein virtueller Server empfiehlt sich vor allem bei kleinen Webpräsenzen, bei denen sich ein eigener Server auf Grund der geringen Datenmenge nicht lohnt. Inhouse-Server Um mit einem Inhouse-Server – also einem Server in den eigenen Räumlichkeiten – im Internet präsent zu sein, ist eine ständige Datenverbindung zu einem Internet Service Provider (ISP) erforderlich. Dieser wiederum verfügt über entsprechend leistungsfähige Anschlüsse zum Internet. Über diese Verbindung können alle Dienste des Internets genutzt werden. Mit einem eigenen Server bieten sich eine Vielzahl von zusätzlichen Möglichkeiten, z.B. die direkte Anbindung der Webpräsenz an ein Warenwirtschaftssystem oder das firmeneigene Intranet. Zugleich hat das Unternehmen alle Freiheiten bei der Auswahl der geeigneten Soft- und Hardware des Servers und somit direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Systems. Neben moderner leistungsfähiger Hardware benötigen Sie ein Server-Betriebssystem (UNIX, Linux, Windows NT/2000) und entsprechende Server-Software. Inhouse-Server sind aber immer mit hohen Kosten verbunden. Nicht nur die Hard- und Software muss beschafft werden, auch die permanente Verbindung zum Internet-Provider muss bezahlt werden. Auch die Ausfallsicherheit der Internet-Anbindung muß gewährleistet werden. Die Administration des eigenen Systems erfordert qualifizierte Administratoren, die sich mit Wartung, Systempflege, Datensicherung etc. auskennen und gegebenenfalls rund um die Uhr einsetzbar sein müssen. Server-Housing Beim Server-Housing steht der Server nicht in den eigenen Unternehmensräumen, sondern im Rechenzentrum eines ISPs oder spezialisierten Web-Hosters. Server-Housing funktioniert daher ähnlich wie der virtuelle Server, allerdings wird der Rechner nicht mit mehreren Kunden geteilt. Die Hardware gehört allein einem einzigen Kunden, der sie entweder gemietet oder komplett gekauft hat. Der Vorteil beim Server-Housing ist, dass die komplette Infrastruktur des Internet-Providers genutzt wird. In der Regel stehen die Rechner in einem Rechenzentrum des Providers mit sehr schneller und zuverlässiger Anbindung ans Internet und unterbrechungsfreier Stromversorgung. Für den Fall, dass es trotzdem zu Ausfällen kommt, stehen Techniker zur Verfügung, die einen Ausfall schnell beheben können. Als Eigentümer der Hardware kann der Kunde sein System ohne Einschränkungen konfigurieren. Wie beim eigenen Server entstehen beim Server-Housing Kosten für Miete oder Kauf der Hardware; dazu kommen Kosten für die Unterbringung im Rechenzentrum des Providers. Und auch wenn sich Techniker des Providers bei Ausfällen um das System kümmern, erfordert Server-Housing eigenes Personal, das sich mit der Konfiguration des Servers auskennt. |
