Kurs: Basiswissen für Selbstständige

2.4 Kostenplan

Zielstellung des Abschnitts ist es:

  1. zu erkennen, dass Kosten Aufwendungen sind, die auf Grund unterschiedlicher Gegebenheiten entstehen. Dabei kommt es hier auf die so genannten „steuerlich relevanten Kosten“ an, also auf die Kosten, bei denen es der Gesetzgeber gestattet, dass sie als Betriebsausgaben den Gewinn mindern.
  2. zu bestimmen, welche Kostenarten im Unternehmen auftreten.
  3. zu begreifen, dass die Planung der Kosten auch eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ist. Dabei werden im Prozess der Planung die zu erwartenden Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum geschätzt.

Kostenplan und Umsatzplan sind Bestandteile des Rentabilitätsplanes.

Der Rentabilitätsplan (oder auch Erfolgsplan) ist der Teil der Planung, der sagt, inwieweit das Vorhaben einen Gewinn oder einen Verlust erwirtschaften wird. Die Werte der Einzelpläne werden hierzu zusammengeführt und die Kenngrößen Deckungsbeitrag und Betriebsergebnis vor Steuern berechnet. Im Gründungsjahr ist selten mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. Sind aber auch die Folgejahre nur durch rote Zahlen gekennzeichnet, sind die Planteile nochmals auf Ungereimtheiten zu prüfen.

Bringt das keine deutliche Besserung, liegt der Verdacht nahe, dass die Idee wirklich nicht realisierbar ist – dass sich „das Ganze nicht rechnet“. Sieht das Ergebnis eher gut aus, sollte man nicht übermütig werden, da mit Planzahlen gearbeitet wird. Die Ergebnisse sind in der Realität erst noch erfolgreich umzusetzen.