[Vgl. Nath, S. 34 -53]
Um das System der doppelten Buchführung durchgängig beizubehalten, werden zwei neue Konten eingeführt:
Eröffnungsbilanzkonto (EBK)
: Seitenverkehrte Darstellung der Bilanz zu
Jahresbeginn. Die Anfangsbestände der Aktiv- und
Passivkontenwerden durch entsprechende Buchungssätze
eingebucht.
Schlussbilanzkonto (SBK)
: Für die Übernahme der Endbestände in die
Schlussbilanz am Jahresende wird das Schlussbilanzkonto verwendet,
welches dem Bilanzgliederungsschema gleicht.
Die Konteneröffnung erfolgt gemäß dem Satz SOLL an HABEN. Die Aktivkonten werden immer auf der linken Kontenseite (Soll) und die Passivkonten auf der rechten Kontenseite (Haben) eröffnet.
Beim Kontenabschluss befinden sich die Aktivkonten bei korrekter Einhaltung der Buchung nach SOLL an HABEN auf der linken Kontenseite und die Passivkonten auf der rechten Kontenseite, was wieder exakt einem Bilanzschema entspricht.Saldo des Bilanzpostens
Die Bestände der Aktivseite der Bilanz werden folglich auf aktive Bestandskonten, die Bestände der Passivseite auf passive Bestandskonten übertragen.
Bei den Aktivkonten
wird der Anfangsbestand
auf der Sollseite als erster Posten eingetragen; weiter werden
in zeitlicher Reihenfolge alle Zugänge auf der Sollseite und
alle Abgänge auf der Habenseite erfasst.
Bei den Passivkonten
wird der
Anfangsbestand auf der Habenseite als erster Posten eingetragen;
weiter werden in zeitlicher Reihenfolge alle Zugänge auf der
Habenseite und alle Abgänge auf der Sollseite
eingetragen.
Jeder Geschäftsvorfall verursacht eine Mehrung (Zugang) oder eine Minderung (Abgang) auf einem Konto.
Ein Geschäftsvorfall berührt immer mindestens zwei Konten: Der Wert des Geschäftsvorfalls muss einmal im Soll, einmal im Haben erfasst werden.
Die Erfassung der Werte des Geschäftsvorfalls nennt man Buchen.
Zugänge stehen immer auf der gleichen Seite wie der Anfangsbestand.
Zugänge Aktivkonten: Soll
Zugänge Passivkonten: Haben
Abgänge stehen immer auf der entgegengesetzten Seite
Abgänge Aktivkonten: Haben
Abgänge Passivkonten: Soll
Gebucht wird immer zuerst im Soll, dann im Haben.
Der Wert der Sollbuchung muss gleich dem Wert der Habenbuchung sein.
Der Abschluss von Konten am Ende eines Geschäftsjahres erfolgt durch Saldieren. Durch das Saldieren wird der Endbestand (Saldo) eines Kontos ermittelt. Dies geschieht, indem man die Wertsumme der kleineren Kontoseite von der Wertsumme der größeren Kontoseite abzieht und die errechnete Differenz der kleineren Seite hinzufügt. Durch diese Operation müssen Soll- und Habenseite des Kontos am Ende einer Rechnungsperiode stets ausgeglichen werden.
Saldo des Bilanzpostens = Anfangsbestand + Zugänge -
Abgänge
Der buchführungsmäßige Gesamtablauf von der Eröffnungsbilanz bis zur Schlussbilanz besteht aus folgenden Schritten:
Aufstellung der Eröffnungsbilanz
Einrichtung der Konten und Eröffnung der Konten
Erstellen der Buchungssätze für die Geschäftsvorfälle
Buchung auf den Konten
Ermittlung der Salden auf den Konten
Buchung der Salden der einzelnen Konten auf das Schlussbilanzkonto
Aufstellung der Schlussbilanz

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Letzte Aktualisierung: 12.05.2012 16:16:48
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ganz gut erklärt; vielen Danke;)
gruß