Kurs: TEIA-Internet-Führerschein
1.4.4 SkyDSL

Hochgeschwindigkeitszugänge wie xDSL sind in Deutschland nur in größeren Städten und Ballungsräumen möglich. Seit Ende der 90ger Jahre gibt es jedoch eine weitere Zugangsmöglichkeit: Internet via Satellit (SkyDSL). Die Berliner Teles AG bietet den Breitband-Internetdienst per Satellitenkommunikation seit Juni 1999 an (siehe http://www.skydsl.de).


Für SkyDSL gibt es zur Zeit zwei verschiedene Ansätze:

Beim ersten Ansatz dient der Satellit nur als Hinkanal vom Internet zum Nutzer. Für den Rückkanal vom Nutzer und das Versenden eigener Daten wird Telefon oder ISDN eingesetzt. Vom Internetprovider werden die Seitenaufrufe, Befehle und Anforderungen an den Satelliten weitergeleitet. Die vom Nutzer abgerufene Seite kommt dann in Hochgeschwindigkeit direkt per Satellit. Beim Empfang ist zum Beispiel eine Geschwindigkeit von 8-16 Mbit pro Sekunde möglich, also bis zu 125-fache ISDN-Geschwindigkeit und mehr als 5-fache ADSL-Geschwindigkeit.

Der zweite Ansatz ist eine technisch anspruchsvollere Lösung, die zumeist von Unternehmen eingesetzt wird, die selber große Datenmengen versenden müssen. Es handelt sich um bidirektionale Internetzugänge, die den Satelliten auch als Rückkanal nutzen. Dabei dient eine spezielle Satellitenschüssel gleichzeitig als Empfangs- und Sendeanlage. Je nach Anbieter werden im Hinkanal bis zu 45 Mbit pro Sekunde und im Rückkanal bis zu 2 Mbit pro Sekunde erreicht.


Abb. 1.3 Das Prinzip von SkyDSL

Quelle: TEIA, Abbildung zur Produktschulung

 
Kurs: TEIA-Internet-Führerschein