Warum ich kein Christ sein will

Warum ich kein Christ sein will

Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung

Herzlich willkommen zum Kurs Warum ich kein Christ sein will der TEIA AG - Internet Akademie und Lehrbuch Verlag.

Das Buch wendet sich an Leser, die eine zusammenfassende Darstellung von Argumenten gegen den christlich-kirchlichen Glauben und für ein naturalistisch-humanistisches Weltbild suchen. Die Kapitel I bis IV skizzieren ein naturalistisches Weltbild auf der Basis heutigen Wissens. Die Kapitel V und VI bauen darauf auf und zeigen, dass herkömmlicher Gottesglaube und christliche Lehre sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. In Kapitel VII beschreibt der Autor einen naturalistisch-humanistischen Gegenentwurf. Das letzte Kapitel VIII fasst noch einmal seine grundsätzlichen Gedanken über »Gott und die Welt« zusammen. Leseprobe unter http://www.uwelehnert.de/lehnert_buch/

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei diesem Kurs!
Ihr TEIA-Team

Kommentare ?

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Superbuch!
schrieb am 14.08.2009 09:48:42
Wirklich interessant
Interessant schon ...
schrieb am 22.09.2009 05:35:37
... aber nur, weil der Autor uns so schön demonstriert, wie oberflächlich und z.T. naiv, einige Menschen die Welt und unsere Existenz allein mit Hilfe der Wissenschaften zu erklären versuchen. Ah, alles "Natürliche", was uns tagtäglich umgibt, kann so bezaubernd sein – das "schreit" förmlich nach einem Schöpfer. Man muss natürlich die Augen und die Ohren "offen halten" und sie nicht vorab aus ideologischen Gründen kastriert halten. Das Katholische kann uns dabei sehr hilfreich sein!
wie immer
schrieb am 24.09.2009 23:19:14
Schön oberflächlich und einseitig geschriebenes Buch ohne echte Beweisquellen, viel philosophischem, nichtssagendem Blabla und den typischen, in Rhetorik-kursen gelernten Totschlag-Argumenten, welche bei genauerer Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Stoff mehr als haltlos sind.

Evolution ist auch nur ein Glaube, aber das wollen viel nicht wahrhaben. Alles wird mit Zufällen erklärt und was noch nicht bewiesen werden konnte wird mit einem derzeitig nicht erreichtem Wissensstand und einer zukünftigen Entdeckung erklärt.

Danke für so viel Nichts!
Afeeist
schrieb am 01.10.2009 11:53:48
"wie immer" ist im Internet Schwachsinn zu lesen.
Der obige Kommentar ist eine reine Polemik, d.h. kommt ohne ein einziges Argument aus. "wie immer" hätte auch schreiben können: "Ich mag das Buch nicht.". Der Vorwurf "Totschlagargumente" fällt auf den anscheinend nicht übermäßig intelligenten Moserer zurück.

Evolution ist kein Glaube, sondern eine Lehre, die sich auf eine riesige Zahl zur Lehre passender Befunde stützt.
Zu glauben, Evolution würde alles mit Zufällen erklären, zeugt lediglich von unzureichender Schulbildung. Es kann und muss nicht alles bewiesen werden. Lücken bleiben sind erst mal Lücken. Diese Lücken mit dem Wort "Gott" schließen zu wollen, ist kindisch.
JustFrank
schrieb am 02.10.2009 19:33:02
Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber wenn sich religiöse Wirrköpfe schon mit der hier gezeigten Vehemenz dagegen wenden, dann muss es ziemlich gut sein.
matthias
schrieb am 09.10.2009 10:29:14
Ich bin sehr interessiert an Wissenschaft UND an Religionen.
Ich weiß nur nicht, ob mich die persönliche Entscheidung des Autors (Titel), nicht mehr an das Christentum, sondern nur noch (?) an die Wissenschaft zu glauben, interessiert.
Ich bin überzeugt, dass Wissenschaft niemals imstande sein wird, Gott zu beweisen - die Argumente hierfür sind zu lang und zahlreich, um sie hier auch nur aufzulisten zu können.
Aus ebendiesen Argumenten glaube ich auch, dass die Wissenschaft niemals den Gegenbeweis erbringen kann.
An den Kirchen gibt's viel zu kritisieren - sehr viel!
Aber ebenso an denjenigen Wissenschaftsgläubigen, die sich gleich wie unsere konservativen Kirchenväter benehmen (natürlich sind das nicht alle…) und da glauben, dass ihre Thesen und Modelle (!) der Weisheit letzter Schluss sind. Wie oft wurden und werden wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt und korrigiert?
Diese Arroganz ist auf beiden Seiten unerträglich!
Ebenso wie jene auf einigen Kommentaren.
mex
schrieb am 10.10.2009 22:49:12
In der Wissenschaft wird deshalb soviel korrigiert und widerlegt, damit man sich immer näher an die Realität annähern kann. In der Religion hingegen wird nie etwas bewiesen, korrigiert oder widerlegt, es bleibt alles wie es ist, seit Gründung der jeweiligen Religion; eine religiöse Lehre ändert sich nicht, eine wissenschaftliche kann sich hingegen durchaus ändern, eben durch Widerlegungen und Korrekturen. Gott ist ohnehin schon per definitonem unwiderlegbar und unbeweisbar. Letztlich ist sowohl die Wissenschaft wie auch die Religion ein Erklärungssystem, jedes mit seinen eigenen unbeweisbaren Dogmen, aber im Gegensatz zur Religion ändert und entwickelt sich Wissenschaft immer weiter.
Joachim
schrieb am 14.10.2009 10:19:16
Da Gott letztlich von Menschen erdacht wurde, die einfach nur keine Antwort mehr wussten oder aber einfache Erklärungen bevorzugen, sind alle vorstehenden Kommentare der Religionsverteidiger a priori absurd.

Gott ist eine Tautologie, nicht mehr.

Ein überlebter Erklärungsversuch für Phänomene, von denen die meisten mittlerweile erklärt sind. Daran kann auch die verbissene Borniertheit eines Teils der Theisten nichts ändern.
matthias
schrieb am 16.10.2009 16:44:30
Dass sich Religionen nicht verändern, stimmt nicht.

Bei all meinen Begegnungen mit religiösen und wissenschaftsgläubigen Menschen zusammengenommen roch es nicht so stark nach Absolutheitsanspruch wie aus vorherigem Kommentar!

Ich bin ein Freund, fast ein Anhänger des kritischen Rationalismus, an dessen Basis jedoch die irrationale (wissenschaftlich nicht erklärbare) Entscheidung seines Begründers steht.

„Das beste Mittel betrogen zu werden, ist sich für schlauer zu halten als andere...“
François de La Rochefoucauld

Dies alles hat wahrscheinlich wenig mit dem Buch zu tun, um welches es sich auf dieser Site handelt.
Michael
schrieb am 24.10.2009 22:25:52
Ich finde es ingesamt nicht gut, dass der TEIA-Verlag nun auch in diese schwammigen Themen wie Philosophie und Weltanschauung einsteigt. Man sollte bei den guten Lehrbüchern über harte Fakten, wie z.B. die Bedienung von Office 2007 bleiben. Die einseitige Darstellung eines solchen Buches als Lehrbuch erweckt bereits wieder den Eindruck, als soll hier eine Beeinflussung im Sinne des Atheismus gefördert werden. Man müsste hier nun der fairness halber z.B. ein Buch wie das von Professor C.S. Lewis "Pardon, ich bin Christ" danebenstellen und schon wäre alles wieder relativiert. Endlose Diskussionen, die zu nichts führen werden hier wohl folgen...
Guten Morgen (QA)
schrieb am 25.10.2009 10:43:30
Wenn man dieses Buch auf dieser Webseite durchblättert, findet man zur Zeit auf der Startseite zehn Kommentare und auf allen anderen Seiten nur drei. Dabei ist ein Kommentar unter Abschnitt 3.2 vom Autor selbst.

Ich frage mich ernsthaft, ob jemannd der obigen Kommentatoren an einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Buch interessiert ist?

Ich würde erwarten, daß auf den Seiten, auf denen der Leser einen Widerspruch zu seiner Meinung findet, eine Ergänzung oder Berichtigung für notwendig oder wünschenswert erachtet, einen Kommentar einfügt.

Ich denke das würde einen fruchtbaren Dialog ergeben.

Schönen Tag noch.
warum eigentlich nicht
schrieb am 29.10.2009 09:40:43
Wie alt ist das Universum (wird im Buch "beantwortet") Vor 20 Jahren ging man noch davon aus, dass die Welt 6 Mrd. Jahre alt ist und heute?
Das kam so: Der "moderne naturwissenschaftliche" Mensch sieht die Erde immer noch als Mittelpunkt des Universums (davon hat sich die Kriche schon vor 400 Jahren verabschiedet) und denkt, dass sich die Galaxien mit Lichtgeschwindigkeit auseinander bewegen. Und dann muss da noch der Urknall her, damit das alles funktioniert. Nur weil man in ca. 14 Mrd. Lichtjahren Entfernung Galaxien entdeckt hat geht man also davon aus, dass diese seit 14 Mrd. Jahrden mit Lichtgeschwindigkeit auseinander triften - also die logische Folgerung des selbstgstrickten "Wissenschafts-"Glaubens: Die Welt muss 14 Mrd. Jahre alt sein. (vor 20 Jahre waren es noch 6Mrd.) Vielleicht ist die Welt doch unendlich und es gibt einen Gott???! - ist doch irgendwie logischer - da glaube ich lieber an einen (vielleicht selbstgestrickten) Gott als an selbstgestrickten Wissenschaftswahn.
Uwe Lehnert
schrieb am 30.10.2009 12:44:45
"Warum eigentlich nicht"
Lieber Kommentator, machen Sie es sich nicht zu einfach mit Ihrer Antwort! Wissenschaft, zumal nach heutigem Verständnis, behauptet nie, dass es so und nicht anders sei, sondern formuliert Hypothesen, die solange als gültig angesehen werden, wie sie nicht widerlegt wurden. Die Urknalltheorie mit ihren Folgerungen ist das bisher zutreffendste Erklärungsmodell für das, was sich im Universum abspielt – mehr wird nicht behauptet. Astrophysik und Raumfahrt haben eine solche Fülle an Belegen und praktisch funktionierenden Anwendungen hervorgebracht, dass Sie es sich nicht so leicht machen sollten, von einem "selbstgestrickten Glauben" zu sprechen. Diese Einsichten und Anwendungen basieren ganz wesentlich auf Einsteins Relativitätstheorien, deren Gültigkeit gelegentlich bestritten wird, aber bisher nie widerlegt werden konnte.
Uwe Lehnert
schrieb am 30.10.2009 12:45:48
Ergänzung zu "Warum eigentlich nicht"
Die Evolutionstheorie wird auch – meist von Menschen, die sie gar nicht verstanden haben – abgelehnt und lächerlich gemacht, aber sie ist ebenfalls diejenige Erklärung für die lebendige Welt, die alle anderen bisherigen Theorien an Plausibilität und Erklärungskraft bei weitem übertrifft. Täglich kommen – vor allem durch die Gentechnik – neue Belege hinzu. Also Vorsicht vor zu schnell geäußerten (Vor-)Urteilen!
Sener Türk
schrieb am 03.11.2009 23:34:23
Ich finde es sehr interessant, daß es selbst in unserer doch so modernen Welt heute noch Menschen gibt, die den Sinn des Lebens in irgendwelchen antiquierten, vorzeitlichen Sammelsurien von Moralvorstellungen suchen und immer wieder meinen, es gefunden zu haben. Man sollte doch endlich mal einsehen, daß in diesen Büchern das wiedergespiegelt wird, was im Erscheinungsjahr an diesen Orten für Vorstellungen existierten. Um nicht ganz so blöde dazustehen, werden solche Bücher neu aufgelegt bzw. an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Dann heißt es, ach nö, so war das gar nicht gemeint. Vielleicht gibt es eines Tages eine hoffentlich letzte Ausgabe, worin geschrieben steht: Gott ist tot, hat es nie gegeben, war nur ein Hirngespinst, ein Werkzeug bestimmter Kreise um Macht gegenüber ihrer gutgläubigen - besser blauäugigen - Untertanen auszuüben. Dann vielleicht wird der Mensch endlich mal vernünftig und denkt einmal mit seiner eigenen Hirnmasse.
QA
schrieb am 06.11.2009 22:25:38
Lieber Sener,

danke für Deinen Kommentar - Jedoch: Die sogenannte Literatur hört nicht auf zu wirken. Einmal gelesen bleibt doch ein Teil davon haften.

Was ist antiquiert? Das ist meines erachtens eine sehr persönliche Wertung. Ich denke, daß das neue Testament in der Bibel insgesamt das widergibt, was jede Gesellschaft zusammenhält, aber einem selber immer schwer fällt: Vergebung.

QA
JB
schrieb am 07.11.2009 19:43:03
Adam und Eva waren ganzkörperlich behaart ! Das ist bewiesen ! Sowas wie Gott gibt es schon, aber Adam und Eva waren eindeutig behaart !
Uwe Lehnert
schrieb am 08.11.2009 09:56:30
Die Bibel enthält selbstverständlich auch Aussagen, die anerkennenswert in ihrer Absicht sind, menschliches Verhalten moralisch so zu beeinflussen, dass wir uns auch heute damit identifizieren können. Worte wie »Wer ohne Schuld ist, der hebe den ersten Stein« oder »Die Rache ist mein, spricht der Herr« oder das von Jesus abgelehnte alttestamentarische Rachedenken »Auge um Auge, Zahn um Zahn« zeugen in ihrer zu Frieden und Verständigung aufrufenden Ermahnung davon, dass die Bibel kulturelle Schätze bedeutender Art enthält. Diese zweifellos vorhandenen Bibelstellen, denen ein auch unseren heutigen Moralvorstellungen entsprechender Rang nicht abzusprechen ist, können die archaisch-inhumanen und fragwürdigen Teile innerhalb dieser »unheiligen Schrift« jedoch in keiner Weise aufwiegen. Viele Stellen aus dem Alten Testament und auch Worte aus dem Munde des angeblich so barmherzigen und friedfertigen Jesus widerlegen die angeblich moralische Erhabenheit der Bibel.
Uwe Lehnert
schrieb am 08.11.2009 09:57:35
So ist in der Bibel für jedermann wörtlich nachzulesen, dass homosexuelle Männer mit dem Tode zu bestrafen sind (3. Buch Mose, Kap. 20, Vers 13), dass eine Hexe zu töten ist (2. Buch Mose, Kap. 22, Vers 17) und dass ein Ungläubiger zu ewiger Verdammnis verurteilt ist (immer wieder geäußerte Worte von Jesus an vielen Stellen der Evangelien). Die Ketzerverbrennung wurde mit Kap. 15, Vers 6 aus dem Johannes-Evangelium begründet (»Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.«) Auch das Jesus-Wort aus dem Lukas-Evangelium, Kap. 19, Vers 27 (Luther-Übersetzung) eignet sich hervorragend als Begründung der Vernichtung Andersdenkender (»Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.«) Diese "göttlichen Befehle" wurden über Jahrtausende erbarmungslos ausgeführt!
QA
schrieb am 08.11.2009 10:49:05
Sehr vereehrter Herr Lehnert. Mein Kommentar bezog sich lediglich auf die Fragestellung, ob wir aus den sogenannten antiquierten Quellen noch etwas lernen können. Es geht mir nicht um das satzweise Aufrechnen von Sinn und Unsinn eines Textes, wenn ich von Literatur rede.

Den zweiten Teil Ihres Kommentars kann ich leider nicht folgen. Er beinhaltet eine stereotypische Haßtirade.
QA
schrieb am 08.11.2009 10:50:09
Hallo JB,

wenn Adam und Eva behaart waren, dann mußt Du als ihr Nachfahre auch behaart sein - richtig?
Uwe Lehnert
schrieb am 08.11.2009 11:31:42
Lieber QA, solche Reaktionen machen mich immer sehr betroffen. Solche von mir zitierten Stellen existieren doch, und sie haben nachweislich ganz schlimme Exzesse zur Folge gehabt und eben auch biblisch gerechtfertigt. Ich stehe in einem freundschaftlichen Kontakt zu zwei Pfarrern, die beide ebenfalls mit solchen Bibelstellen ihre Probleme haben und es nicht als "stereotypische Hasstirade" empfinden, wenn ich sie darauf anspreche. Ich denke, dass eine kritische Auseinandersetzung mit höchst problematischen und folgenreichen(!) Bibelstellen nicht vorschnell mit Hass und Vorurteil gleichgesetzt werden sollte. Bitte beachten Sie, dass sowohl katholische wie evangelische Kirche bis heute die gesamte(!) Bibel als Gottes Wort, als vom Heiligen Geist inspiriertes Werk ansehen.
JB
schrieb am 08.11.2009 22:30:38
Natürlich hat das einen Bezug zum Thema. Mein Kommentar diente einer logischen, mathematischen Begründung, den laut Lutheranischen Darstellungen war Adam ein Arier, aber wenn er richtig dargestellt würde, müsste er ein Fell über den ganzen Körper erhalten, da ja die ältesten Funde "menschlicher" Art, also homo sapiens, lassen wir mal den erectus, schon sprechen konnten, gottgläubig waren und schon künstlerische, rituelle Zeremonien durchführten. Warum sieht man diese etwas kleineren und gebückt gehenden am ganzen Körper behaarten Menschen dann nicht auf kirchlichen Darstellungen. Laut Kirche hat es sie nie gegeben !
Hardt
schrieb am 30.11.2009 14:50:53
Zum einen: Es ist toll anzu"lesen", wie aus dem Zusammenhang zitiert werden kann und auch wird. Das Studium der Bibel zeigt doch, dass Gott ein liebender Vater ist, dass er Jesus zu unserer Erlösung von den Sünden geschickt hat, und dass wir dadurch vom Gesetz des AT befreit sind. Jesus hat uns ein Gebot gegeben, das da heißt: Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst.
Und das ist ziemlich durchgängig in seiner Lehre. Man muss das Wort eben einfach nur verstehen (lernen).
Desweiteren: C.S. Lewis (ein Mensch, der sich vom Atheisten hin zu einem überzeugten Christ entwickelt hat, das gibt es nämlich auch) hat genügend Gründe aufgezeigt, warum man Christ werden sollte, wenn man schon externe Fürsprecher für den Glauben braucht.
Hardt
schrieb am 30.11.2009 18:28:22
Und zu dem oben genannten Lukas Zitat nach der Luther-Übersetzung, das nämlich richtig heißt: "Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder" ist aus einem Gleichnis heraus genommen, keine "Anweisung" von Jesus. Ich empfehle dem Autor 2. Timotheus Kapitel 1 Vers 7, sowie Kapitel Kapitel 3.
Uwe Lehnert
schrieb am 01.12.2009 22:10:27
Hardt:

Das Studium der Bibel zeigt leider alles: Einen über alle Maßen rächenden Gott, sowohl im Alten Testament wie im Neuen Testament, hier vor allem in der Offenbarungsgeschichte. Aber auch die ständige Drohung mit der Hölle, einer ewig(!) währenden Feuersfolter zeugt nicht gerade von einem liebenden, sich der Menschheit erbarmenden Gott. Sie haben aber Recht, es gibt auch eine Vielzahl von Stellen, in denen Jesus von der erbarmenden Liebe Gottes spricht. Diese Widersprüchlichkeiten in den Aussagen stehen in der Bibel unverbunden nebeneinander, diese Widersprüche werden auch nicht aufgelöst und erklärt. Das zeigt mir, dass die Bibel ein Werk von Menschen ist, die über viele Jahrhunderte (AT) bzw. Jahrzehnte (NT) daran wirkten und je ihre eigenen Vorstellungen einbrachten.
Uwe Lehnert
schrieb am 01.12.2009 22:11:15
Hardt:

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" – durchaus ein eindrucksvoller Satz. Aber wieweit hat er sich in der Christenheit durchgesetzt??? Übrigens der "Nächste" war – so sagen uns die Theologen bzw. Religionswissenschaftler – nur der Mitmensch aus dem eigenen Stamm bzw. der eigenen Gruppe!
Uwe Lehnert
schrieb am 01.12.2009 22:13:14
Lukas-Zitat (ich habe die Luther-Übersetzung zitiert!): Ein solches Wort steht für sich selbst, es muss auch so gelesen werden, wie es da steht. Querverbindungen und Zusatzinformationen, wie Sie sie jetzt nennen, sind allenfalls ein Ergebnis theologischer Forschung, können doch kein Grund sein für einen Leser, ein Bibelwort nur zusammen mit einer Reihe anderer – ihm im Übrigen gar nicht bekannter – Bibelstellen zu deuten. Das ist eine einigermaßen willkürliche Auffassung vom Bibellesen, kein Mensch liest die Bibel so. Für mich – und Theologen und Religionswissenschaftler sagen das auch – ist dieses Lukas-Zitat ein Beleg dafür, dass auch Jesus gnadenlos die Menschen einteilte in Gläubige und Ungläubige. Und Ungläubige galt es zu vernichten! Eine Vielzahl von Jesusworten belegt seine Auffassung, dass der Ungläubige die Hölle verdient. Dieses Jesuswort ist - anders als Sie behaupten - kein Gleichnis odgl., es ist eine klare, eindeutige Anweisung!
Hardt
schrieb am 03.12.2009 22:58:41
Vielen Dank für Ihre Antworten, nur so viel: Jesus war nicht gnadenlos. Er hat sich (streitbar) mit den Pharisäern und (heuchlerischen) Schriftgelehrten auseinander gesetzt (heute wären das Theologen und Religionswissenschaftler ;-)), weil diese das Wort (des alten Testaments) klar für ihre Belange und auch für die Unterdrückung des wahren Glaubens eingesetzt haben. Das Gleiche ist seit Entstehung des Christentums auch durch die insbesondere katholische Kirche erfolgt. Das Wort Gottes ist - und da stimme ich Ihnen zu - oft für allzu menschliche Machtinteressen missbraucht worden. Gott ist ein sehr eifernder Gott und duldet keinen Ungehorsam oder das Anbeten von (falschen) Göttern (siehe 10 Gebote). Wenn sich die Menschen von ihm angewendet haben, so hat er ihnen seinen Unwillen signalisiert.
Hardt
schrieb am 03.12.2009 23:00:07
Bis Jesus durch seinen Tod am Kreuz für die Erlösung der Sünde von uns allen gestorben ist, war der Mensch sündig. Wir können uns, wenn wir Jesus als unseren Erretter annehmen, durch die Taufe in seinem Namen, der Vergebung der Sünden gewiss sein, und damit der Aufnahme in das Himmelsreich. Gott will, dass wir alle errettet werden und dies ist nur durch Jesus Christus möglich. Gott will nicht strafen, deshalb hat er uns ja Jesus geschickt. Die Bibel gibt dazu auch schon im AT diverse Zeugnisse. Gottes segne Sie im Namen Jesu Christi.
Gabriele
schrieb am 05.12.2009 15:08:57
Jetzt hat es jemand die Sprache verschlagen...
Uwe Lehnert
schrieb am 05.12.2009 19:10:23
"Bis Jesus durch seinen Tod am Kreuz für die Erlösung der Sünde von uns allen gestorben ist, …" und "Gott will, dass wir alle errettet werden und dies ist nur durch Jesus Christus möglich"

In diesen zentralen Worten der christlichen Lehre drückt sich ein Weltbild aus, das aus einer Zeit stammt, als man der Gottheit noch Tier- und Menschenopfer darbrachte, die Welt von Dämonen beherrscht sah und die Hölle als einen ewig brennenden Bestimmungsort für Ungläubige erfand. Ich kann dazu nur sagen bzw. fragen: Fällt denn einer allmächtigen, allwissenden und uns so unendlich überlegen scheinenden Gottheit nichts anderes ein als eine Hinrichtung grausamster Art, um diesen angeblich notwendigen Ausgleich herbeizuführen zwecks Besänftigung des eigenen Zorns über die Sündhaftigkeit der Menschen und ihrer Erlösung? Für mich muss niemand sterben.
Uwe Lehnert
schrieb am 05.12.2009 19:11:05
Am Ende von Kapitel VI formuliere ich mein absolutes Unverständnis bzw. meine Ablehnung dieser Form von Opfermythos so:
"Wenn ich dann fragte, wie man als Mensch des 21. Jahrhunderts glauben könne, nur durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer gerettet zu werden, das vor seinem Tode gefoltert und dann auf die denkbar brutalste Art und Weise hingerichtet wurde, habe ich meistens nur in schweigende Gesichter geblickt."

Frage an Gabriele: Wen soll es denn die Sprache verschlagen haben?
Pushuk
schrieb am 22.12.2009 17:54:22
Hallo erstmal,

ich möchte mich bei Ihnen, Herr Lehmann, für diesen Artikel bedanken.
Ich kann Ihnen nur voll und ganz meine Zustimmung versichern!

Frohe Weihnachten

Pushuk
Freigeist
schrieb am 13.01.2010 13:44:42
Lieber Herr Lehnert,

ich danke Ihnen für Ihr Buch und wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen bei allen Diskussionen mit den Ewigvorvorgestrigen (sorry für die harte Formulierung).

Ich gebe es zu: im Laufe meines Lebens machen mich die Anhänger paranormaler Welterklärungsmodelle zunehmend aggressiv. Eigentlich lebe ich nach dem Motto, dass jeder für sich herausfinden muss, wie er sich das Dasein erklärt. Aber die menschenverachtenden Auswüchse, die im Namen von Gottgläubigkeit oder gar Nächstenliebe auch heute noch so viel Leid über die Menschheit bringen, von der Kondomhetze des Papstes über den Kreationismus in den USA bis zum Dschihad-Getöse eines Osama Bin Laden, haben meiner Toleranz arg zugesetzt. So sehr, dass ich mich mittlerweile frage, ob es nicht sogar unsere Pflicht wäre, noch viel aktiver gegen Religion und ihre Auswüchse vorzugehen.
Freigeist die Zweite
schrieb am 13.01.2010 13:45:40
(Nur zur Klarstellung: es geht mir nicht nur um die Auswüchse. Die sind eine geradezu zwangsläufige Folge der Verdummungs- und Manipulationsstrategie, welcher jeder Religion zugrundeliegt. Das Problem liegt im Prinzip Religion.)

Sie haben immerhin einen entsprechenden Beitrag geleistet. Mein diesbezüglicher Motivationshemmer sind die potenziellen Rezipienten: wie man an einigen oben aufgeführten Reaktionen klar absehen kann, sind diese leider für rationale Argumente nicht zugänglich. Klar, wer gibt schon gern sein über Jahre gefestigtes Weltbild auf oder gesteht sich ein, nach absurden Prinzipien gehandelt zu haben? Ich wäre übrigens - aber nur auf der Grundlage eines rationalen Diskurses! - grundsätzlich bereit dazu. Bisher wurde mir jedoch noch kein einziges Argument zugetragen, welches mich dahingehend auch nur zum Zweifeln bringen könnte. Das Gegenteil ist der Fall.
Freigeist Ende
schrieb am 13.01.2010 13:46:18

Nochmals Danke und alles Gute. Ich hoffe, dass Ihnen Ihre Offenheit und Ihr Engagement keine persönlichen negativen Folgen bereiten. Diese Sorge ist nicht erst seit Salman Rushdie bei jedem berechtigt, der es wagt gegen die monströsen Religionsimperien aufzubegehren.

Uwe Lehnert
schrieb am 14.01.2010 16:45:07
Dank an "Freigeist"! Solche Rückmeldungen tun gut, lassen sie doch erkennen, dass man mit der eigenen Weltsicht doch nicht so ganz allein steht. Tatsächlich ist es wohl so, dass viel mehr Menschen sich von der Kirche und einem überkommenen Glauben gelöst haben, als Politik und veröffentlichte Meinung wahrhaben wollen. Aufgrund vieler, erfreulicherweise fast nur positiver Rückmeldungen – mein Name und Internetadressen sind ja bekannt – wurde mein Buch mehrmals überarbeitet, argumentativ präzisiert und ergänzt und ist inzwischen in einer 3. Auflage erhältlich (besonders schnell hier direkt im Verlag bestellbar!). Sorge vor Attacken religiöser Fanatiker musste ich mir "gottseidank" noch nicht machen. Die Auseinandersetzung mit dem weltanschaulichen Gegner, wenn sie denn stattfindet, wird in unserem Kulturkreis dank der Aufklärung inzwischen mit geistigen Mitteln ausgetragen, eine Form des Dialogs, die eine zweite große, machtorientierte Religion noch lernen muss.
Portos
schrieb am 17.01.2010 17:35:29
Die Frage der Theodizee ist seit dem neuerlichen Erdbeben in Tahiti im Vergleich zu dem Erdbeben von Lissabon 1755 aktueller denn je und kann von der christlichen Religion nicht aufgelöst werden. Jedenfalls scheint es so zu sein, dass unsere Vorstellung von Gott falsch ist, so wie sie in der Bibel steht. Ich danke Ihnen für Ihr um Sachlichkeit und Wahrheit bemühtes Buch.

Uwe Lehnert
schrieb am 18.01.2010 11:48:30
In der Tat ein solches Erdbeben macht wieder einmal besonders deutlich, wie wenig Gott sein Erbarmen mit den Menschen (und auch Tieren!) erkennen lässt. Während unter den Trümmern der eingestürzten Häuser Kinder verbluten und ersticken, noch lebende Menschen unter Tonnen von Schutt nur noch auf den Tod warten können, Überlebende verzweifelt nach ihren verschütteten Angehörigen graben, verkündet ein greiser Papst unbeirrt "Gott ist die Liebe". Ist das Naivität oder Realitätsverlust oder schon Zynismus? Während er als "Stellvertreter Gottes" mit großer Geste Gottvertrauen verkündet, fährt er vorsichtshalber in einem panzerglasgesicherten Papamobil umher. Statt auf die nicht eintreffende Hilfe "von oben" zu warten, sollten die Menschen erkennen, dass sie sich nur selbst helfen können.
Uwe Lehnert
schrieb am 18.01.2010 11:50:08
Die Menschen müssen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich solidarisch organisieren, um sich langfristig selbst immer besser vor den Unbilden der Natur wie Erdbeben, Sturmfluten oder Hurrikanen zu schützen. Immer mehr Menschen – zumindest in den gebildeteren Ländern und Schichten – wenden sich daher von einer solchen naiven Weltanschauung ab und setzen immer mehr auf die Kräfte der Vernunft.
Mitredner
schrieb am 25.01.2010 14:19:45
Hallo an alle Diskutanten,

nach dem ich mir alle Kommentare über Sinn und Unsinn von Glaube, Vernunft und Wissen durchgelesen habe, stelle ich mir noch einige Fragen. Warum fällt es den Leuten so schwer die Vorteile bzw. positiven Aspekte von Religion und Wissenschaft zu kombinieren? Was spricht gegen die Symbiose aus Nächstenliebe und Plattentektonik? Warum darf Gott (in welcher Form auch immer er dargestellt sein möge) den Haitianern keinen Trost und der reiche Teil der Weltbevölkerung kein Geld spenden ohne das irgendwelche Grundsatzdiskussionen angestellt werden? Wieso sucht man auf dieser Kommentarseite immer nur nach Unterschieden und nicht nach gemeinsamkeiten? Das sind jetzt mehrere Fragen gewesen, aber ich denke mein Standpunkt und meine Pointe sind deutlich geworden.

mfg
Uwe Lehnert
schrieb am 28.01.2010 12:32:43
Vorteile bzw. positive Aspekte von Religion?
Trost auf Wiedergeburt und Ausgleich auf irdisches Leid und Ungerechtigkeit dereinst im Himmel? Wenn man daran glauben kann, mag man es als Hilfe empfinden. Wer von uns aber kann daran mit Überzeugung noch glauben? Es ist m.E. sinnvoller, hilfreicher und überzeugender, irdisches Leid und Ungerechtigkeit durch gesellschaftliches und politisches Engagement hier auf der Erde zu bekämpfen.

Die christliche Religion als Quelle und Hüterin von moralischem Verhalten?
Die christliche Lehre als Religion hat mit Sicherheit die größte Anzahl von Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf dem Gewissen: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung, Missionierung Lateinamerikas, 30-jähriger Krieg, Rechtfertigung der Sklaverei, Ursache(!) des Antisemitismus und und und. Im Zuge der Verbreitung der „frohen Botschaft“ ist in den letzten 2000 Jahren eine zweistellige Millionenzahl zu Tode gebracht worden.
Uwe Lehnert
schrieb am 28.01.2010 12:34:43
„Nächstenliebe“ im Sinne von Solidarität mit dem in Not befindlichen Menschen haben weltweit alle Kulturen hervorgebracht, sie ist keine spezifisch christliche Errungenschaft, so anerkennenswert diese – auch – christliche Tugend ist.

"Warum darf Gott den Haitianern kein Trost sein?"
Wem ein allmächtiger und allwissender Gott, der solche barbarisch-tödliche Gewalten immer wieder über die Menschen kommen lässt, nach wie vor ein liebevoller Vater ist, dem man sich betend anvertrauen kann, der provoziert für mich Verstand und Selbstachtung. Mich hat Günther Anders, verfolgter jüdischer Schriftsteller, beeindruckt, als er angesichts des Holocausts sagte: Nach Auschwitz besteht mein Atheismus nicht mehr einfach in der Bestreitung seines Daseins, sondern in meiner Empörung über die Würdelosigkeit derer, die einem, der dies zugelassen hat, im Gebet nahen.
Uwe Lehnert
schrieb am 28.01.2010 12:35:31
Die Frage nach den „Gemeinsamkeiten“ wird hier vom „Mitredner“ zu Recht gestellt. Ich sehe Gemeinsamkeiten mit einem überzeugten und seinen Glauben ehrlich praktizierenden Christen im ethischen Bereich. Hierzu zählen ungezählte Pfarrerinnen, Pfarrer, Nonnen, Diakonissinnen und andere Menschen, die aufgrund ihrer christlichen Einstellung Nächstenliebe praktizieren. Nicht aus welchen Motiven heraus jemand dem in Not und Leid befindlichen Mitmenschen beisteht, sondern dass er es tut. Ich halte es mit Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
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Letzte Aktualisierung: 02.03.2010 16:55:05

Letzte Inhaltliche Überarbeitung: 10.07.2009 17:08:58

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