Kurs: eGovernment

3.4 Zusammenfassung: eGovernment für Unternehmen

In dieser Lerneinheit wurde aufbauend auf den Grundlagen, die in der Lerneinheit „Einführung in eGovernment“ gelegt wurde, die besonderen Aspekte von eGovernment aus der Sicht von Unternehmen und Unternehmern dargestellt. So konnte den Mitarbeitern in Unternehmen, die viel mit der öffentlichen Verwaltung in Kontakt stehen, ein ausführlicher Einblick in die besonders relevanten Aspekte von eGovernment gegeben werden.

Die vielfältigen G2B- und B2G-Beziehungen zwischen der Unternehmen und der Verwaltung waren Inhalt des ersten Kapitels 3.1. Dabei wurde die gängige Unterscheidung der Beziehungen zwischen einzelnen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung vorgestellt. Wie gezeigt wurde findet eGovernment in allen genannten Beziehungsgeflechten Verwendung. Insbesondere die Ordnungsverwaltung (G2B) und das Beschaffungswesen (B2G) sind interessante und also auch relevante Bereiche für einen Einsatz von eGovernment. Public Private Partnership (PPP) ist als besondere Organisationsformen speziell auch für größere eGovernment-Projekte durchaus sehr interessant.

Im zweiten Teil (Kapitel 3.2) wurden die Erfolgsfaktoren von eGovernment, d.h. die Faktoren für eine langfristig erfolgreiche Umsetzung von eGovernment in der Verwaltung erläutert. Dahinter steckt die Überzeugung, dass nur aus der Kundenorientierung ein besseres, insbesondere aber ganzheitliches Verständnis von eGovernment erreicht werden kann. Die für eine erfolgreiche Umsetzung von eGovernment notwendige umfassende Modernisierung der Verwaltung kann nur durch ein Re-Engineering, eine neue Orientierung des Verwaltungshandelns an den Bedürfnissen der Kunden (Bürger und Unternehmen) mit Hilfe und auf Grundlage von Informations- und Kommunikationstechnologien erreicht werden. Wichtig ist vor allem die Erkenntnis, das ohne eine zugrunde liegende Prozessoptimierung der gesamten Verwaltungsorganisation und eine darauf aufbauende Ausrichtung des Verwaltungshandelns an den Bedürfnissen des Kunden eine eGovernment Anwendung mittel- bis langfristig nicht erfolgreich sein wird.

Im letzten Teil (Kapitel 3.3) wurde schließlich genauer auf die Nutzenpotentiale von eGovernment für Unternehmen eingegangen. Dabei ging es insbesondere darum, einige konkrete Aspekte zu benennen, die eindeutige Nutzenpotentiale von eGovernment für Unternehmen bedeuten.

Insgesamt konnte so ein umfassender Überblick über alle für Unternehmen relevanten allgemeinen Aspekte von eGovernment gegeben werden.

Abschließend soll an dieser Stelle noch ein kurzer Ausblick gegeben werden, wohin die Zukunft des eGovernments weist. In der Gestaltung der Beziehung zwischen Verwaltung und Unternehmen hat momentan die Verwaltung viel geleistet, es mangelt aber vielfach nach an konkreten Erkenntnissen, was denn die konkreten Bedürfnisse der Unternehmen hinsichtlich möglicher eGovernment Anwendungen sind. Hier ist für die Zukunft eine verbesserte Kommunikation zwischen der Wirtschaft und der Verwaltung bzw. dem Staat insgesamt notwendig. Nur so kann auch sichergestellt werden, dass die Kundenorientierung sich auch tatsächlich als solche präsentieren kann. In diesem Zusammenhang ist die Wirtschaft insgesamt bzw. sind ihre Organe (die Verbände) in der Pflicht, von sich aus die eigenen Bedürfnisse gegenüber der Verwaltung bzw. dem Staat zu formulieren und sich selbst stärker in den Prozess einzubringen.

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