Access 2003 Basis

2.3.8 Beispiel 49: M:N-Beziehungen zwischen zwei Tabellen

  1. Dieser Beziehungstyp ist nur indirekt realisierbar, obwohl M:N-Beziehungen in der Praxis oft vorkommen. Sie müssen den Umweg über eine Hilfstabelle machen. Die N:M Beziehung kann dann in zwei 1:N-Beziehungen aufgelöst werden.

  2. In unserem Beispiel besteht eine M:N Beziehung zwischen den Tabellen Ansprechpartner und Mailingaktionen, d. h. in einer Mailingaktion können viele Ansprechpartner angeschrieben werden und andererseits kann ein Ansprechpartner im Laufe der Zeit in verschiedenen Aktionen auftauchen. Als Ergebnis erhalten wir drei Tabellen: Ansprechpartner, Mailingaktionen und die Verknüpfungstabelle Mailinglisten.

  3. Die erste Beziehung wird vom Primärschlüsselfeld Ansprechpartner-Nr (1) der Tabelle Ansprechpartner zum Fremdschlüsselfeld Ansprechpartner-Nr (n) der Verknüpfungstabelle Mailinglisten eingerichtet.

    Abb 153 Die Tabellen Ansprechpartner und Mailingaktionen sowie die Verknüpfungstabelle Mailinglisten. Hier wird ein Ansprechpartner in mehreren Mailingaktionen angeschrieben
  4. Die zweite Beziehung wird vom Primärschlüsselfeld Mailing-Nr (1) der Tabelle Mailingaktionen zum Fremdschlüsselfeld Mailing-Nr (n) der Verknüpfungstabelle Mailinglisten eingerichtet.

  5. Somit stehen Ansprechpartner zu Mailingaktionen in einer M:N-Beziehung. In jeder Mailingaktion kann jeder Ansprechpartner vorkommen, und jeder Ansprechpartner kann in jeder Mailingaktion erscheinen.

    Abb 154 Die Tabellen Ansprechpartner und Mailingaktionen sowie die Verknüpfungstabelle Mailinglisten: Hier werden mehrere Ansprechpartner in einer Mailingaktion angeschrieben
    Abb 155 Datenbankschema der Datenbank Marketing

Ein Primärschlüssel gestattet die eindeutige Identifikation eines Datensatzes. Primärschlüssel werden benutzt, um Tabellen miteinander zu verknüpfen. In unserem Beispiel ist das Feld Ansprechpartner-Nr in der Tabelle Ansprechpartner ein Primärschlüsselfeld. Von ihm aus ist die Tabelle Ansprechpartner mit der Tabelle Mailinglisten verknüpft. In der Tabelle Mailinglisten gibt es auch das Feld Ansprechpartner-Nr. Hier wird es jedoch als Fremdschlüsselfeld bezeichnet.

Weitere Planungen

Der Entwurf eines guten Datenbankschemas ist eine hervorragende Vorarbeit für die Umsetzung einer Aufgabenstellung in eine konkrete Datenbankanwendung. Es sind jedoch noch weitere Überlegungen notwendig. So müssen Sie unter anderem bestimmen, welche Inhalte in welchen Feldern zulässig sind. Dies wird in Access über Felddatentypen festgelegt. Sie sollten sich überlegen, welche Regeln in Ihrer Datenbank gelten sollen. In Access haben Sie unter anderem über Gültigkeitsregeln, Standardwerte sowie Eingabeformate Möglichkeiten, die Plausibilität Ihrer Daten sicherzustellen.

Kommentare (0)

Ihr Kommentar

Name