Finanzmanagement

3.6.2 Besonderheiten der Absatzkalkulation

Die Absatzkalkulation ist eine " Vorwärtskalkulation " bzw. progressive Kalkulation. Provision und Skonto sind demnach von einer Größe zu berechnen, die erst nach dem Barverkaufspreis folgt. So wird z.B. ein Vertreter seine Provision vom Zielverkaufspreis und nicht vom Barverkaufspreis berechnen. Gleichermaßen ist der Rabatt in der zweiten Stufe "im Hundert" zu berechnen.

Ist der Listenverkaufspreis Ausgangspunkt, ist eine "vom Hundert"-Rechnung erforderlich, da der Ausgangswert bereits 100 % darstellt. Dies kann als Rückwärtskalkulation bzw. retrograde Kalkulation bezeichnet werden.

Beispiel - Vorwärtskalkulation:

In einem Betrieb wurden die Selbstkosten des Produktes V mit 1.440 € ermittelt. Es soll der Verkaufspreis unter Berücksichtigung von 8 1/3% Gewinn, 20% Vertreterprovision und 2% Skonto berechnet werden.

Lösung:

Abb 136

Beispiel - Rückwärtskalkulation:

Für das Produkt R wurde der Listenverkaufspreis mit 1.250 € unter Berücksichtigung von 20% Rabatt und 3% Skonto ermittelt. Die Selbstkosten sind mit 850 € bekannt. Es ist der Stückgewinn für das Produkt R zu berechnen.

Hier ist eine Rückwärtskalkulation und damit eine "vom Hundert"-Rechnung notwendig, wobei sich der Stückgewinn durch eine Differenzrechnung (gelegentlich auch als Differenzkalkulation bezeichnet) ergibt:

Abb 137

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