Konzepte Content-Repräsentation & Markup-Sprachen

9.2 Entity-Management

In den vorangehenden Lerneinheiten wurden unter anderem die Möglichkeiten zur Definition von Inhaltsmodellen, die grundlegende Struktur von XML-Dokumenten und der Verarbeitungsprozeß von Dokumenten erläutert. Dabei stand der logische Aufbau von Dokumenten bislang im Vordergrund. Damit Dokumente jedoch von Parsern und Anwendungen verarbeitet werden können, ist es erforderlich, daß ein Modell existiert, nach dem physische Dokumentbestandteile, wie einzelne Module (ggf. auf Dateibasis), innerhalb eines Dokumentkontextes zueinander in Bezug gesetzt und verarbeitet werden können. Hierzu zählt beispielsweise die Frage, wie in einem aus mehreren Modulen bestehenden Dokument die einzelnen Teile benannt und referenziert werden. Die Module könnten als Dateien in einem Verzeichnis vorliegen oder aber in einer Datenbank gespeichert sein.

Für SGML und XML als plattformunabhängige Technologien wird ein Modell verfolgt, bei dem sogenannte Entities die Schnittstelle zwischen den Dokumenten und den konkreten Speichersystemen bilden: XML legt syntaktische Regeln fest, wie Module benannt und referenziert werden, läßt aber offen, wie die physische Speicherung und der Zugriff auf Module erfolgt. Der Teil eines XML-Systems, der die Beziehungen zwischen Entities und dem konkreten Speichersystem verwaltet, wird Entity Manager genannt. Den Entity Manager kann man sich als eine Art Dienst für den Zugriff auf Speichersysteme vorstellen, der von XML-Parsern und XML-Anwendungen in Anspruch genommen wird.

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