PHP 4.3

12 Versenden von E-Mails mit PHP

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen die Möglichkeiten vorstellen, die PHP zum Versenden von E-Mails bietet. Nach einem Überblick über die Grundlagen des E-Mail-Versands im Internet bieten wir Ihnen einige nützliche Hinweise zur Verwendung der Funktionen im Rahmen eines eigenen Projekts.

Grundlagen des E-Mail-Versands

Das Internet bietet die Möglichkeit, überall auf der Welt nahezu unabhängig von Witterungs- und anderen Einflüssen ohne erheblichen Zeitverlust elektronische Post zu erhalten und zu verschicken. Im Vergleich zu herkömmlichen Wegen der Informationsübertragung ist das Versenden von E-Mail-Nachrichten via Internet angesichts seines Preis-Leistungsverhältnisses konkurrenzlos günstig.

Wie bei jeder Übertragung von Informationen über Rechnernetze benötigt auch der E-Mail-Austausch zwischen zwei oder mehreren Rechnern ein Protokoll, mit dem sich die Rechner untereinander verständigen. Die im Internet verwendeten Protokolle werden oft in Dokumenten definiert, die RFCs (Request for Comments, engl. Bitte um Kommentare) genannt werden. Internet-Protokolle werden im Allgemeinen in RFCs spezifiziert. Zur Übersicht, wie RFCs entstehen, können Sie bei http://www.rfc-editor.org Geschichtliches und Aktuelles nachlesen.

Der erste von zwei hier behandelten Standards ist das "Simple Mail Transfer Protocol", kurz SMTP genannt, das nach wie vor die Grundlage für E-Mail im Internet bietet. Das Protokoll ist unter anderem durch den Internet Standard RFC 2821 (aus RFC 821 hervorgegangen) definiert. SMTP wird zum Versenden von E-Mails vom Client zum Server und für das Weiterleiten zwischen Servern verwendet. Für das Senden einer Nachricht verbindet sich ein Client mit dem SMTP-Server und übermittelt die Mail. Aus der Adresse des Empfängers erkennt der SMTP-Server, ob die Mail lokal gelagert werden soll oder für einen anderen Server bestimmt ist. Für Fremdadressen wird die gesamte Mail nach dem sogenannten "store and forward"-Verfahren (speichern und weiterleiten) unter Umständen über eine Anzahl von Zwischenstationen weitergeleitet, bis sie am Zielserver ankommt.

Zum Empfangen von E-Mails durch einen Client von einem Server hat sich das POP3-Protokoll (unter anderem definiert durch den RFC 1939, in Verbindung mit RFC 1957 und RFC 2449) durchgesetzt. POP steht als Abkürzung für "Post Office Protocol" (engl. für Postamt-Protokoll) und entstand im Jahre 1984. Ein POP3-Server lagert, wie in einem Postamt, angekommene E-Mails für den Empfänger und übermittelt sie, wenn dieser sie mit dem POP3-Protokoll anfordert. Der Computer des Benutzers muss sich selbst mit dem Server verbinden und sich informieren, ob Mails für ihn angekommen sind. Er kann sich dann seine Mails direkt nach Hause, den Arbeitsplatz oder ins Internet-Café übertragen, oder sie direkt auf dem Server löschen, wenn er sie nicht lesen möchte.

Ein weiteres, etwas neueres Protokoll ist IMAP, das "Internet Message Access Protocol". Seit 1998 besteht es in der Version 4 (RFC 2060). Es bietet zwar wesentlich mehr Möglichkeiten als das POP3-Protokoll, verlangt aber aufgrund seiner Komplexität mehr Hardwareressourcen für den Betrieb eines Mail-Servers. So kann der Benutzer seine E-Mails direkt auf dem Server bearbeiten, löschen oder kopieren. Er hat die Möglichkeit, E-Mails nach Zeichenketten zu durchsuchen und verschiedene Ordner zum Sortieren seiner E-Mails zu erstellen. In der Praxis hat sich IMAP allerdings noch nicht überall durchgesetzt.

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