Warum ich kein Christ sein will

Warum ich kein Christ sein will

Herzlich willkommen zum Kurs Warum ich kein Christ sein will der TEIA AG - Internet Akademie und Lehrbuch Verlag.

Das Buch wendet sich an Leser, die eine zusammenfassende Darstellung von Argumenten gegen den christlich-kirchlichen Glauben und für ein naturalistisch-humanistisches Weltbild suchen. Die Kapitel I bis IV skizzieren ein naturalistisches Weltbild auf der Basis heutigen Wissens. Die Kapitel V und VI bauen darauf auf und zeigen, dass herkömmlicher Gottesglaube und christliche Lehre sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. Aber auch Lebenserfahrung, Vernunftgründe und heutige ethische Maßstäbe widersprechen in eklatanter Weise der christlichen Lehre. In Kapitel VII beschreibt der Autor einen naturalistisch-humanistischen Gegenentwurf. Das letzte Kapitel VIII fasst noch einmal seine grundsätzlichen Gedanken über »Gott und die Welt« zusammen. Das Buch hat der Autor in seiner nachberuflichen Zeit verfasst.

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Kommentare (84)

Superbuch! am 14.08.2009 09:48:42

Wirklich interessant

Interessant schon ... am 22.09.2009 05:35:37

... aber nur, weil der Autor uns so schön demonstriert, wie oberflächlich und z.T. naiv, einige Menschen die Welt und unsere Existenz allein mit Hilfe der Wissenschaften zu erklären versuchen. Ah, alles "Natürliche", was uns tagtäglich umgibt, kann so bezaubernd sein – das "schreit" förmlich nach einem Schöpfer. Man muss natürlich die Augen und die Ohren "offen halten" und sie nicht vorab aus ideologischen Gründen kastriert halten. Das Katholische kann uns dabei sehr hilfreich sein!

wie immer am 24.09.2009 23:19:14

Schön oberflächlich und einseitig geschriebenes Buch ohne echte Beweisquellen, viel philosophischem, nichtssagendem Blabla und den typischen, in Rhetorik-kursen gelernten Totschlag-Argumenten, welche bei genauerer Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Stoff mehr als haltlos sind.

Evolution ist auch nur ein Glaube, aber das wollen viel nicht wahrhaben. Alles wird mit Zufällen erklärt und was noch nicht bewiesen werden konnte wird mit einem derzeitig nicht erreichtem Wissensstand und einer zukünftigen Entdeckung erklärt.

Danke für so viel Nichts!

Afeeist am 01.10.2009 11:53:48

"wie immer" ist im Internet Schwachsinn zu lesen.
Der obige Kommentar ist eine reine Polemik, d.h. kommt ohne ein einziges Argument aus. "wie immer" hätte auch schreiben können: "Ich mag das Buch nicht.". Der Vorwurf "Totschlagargumente" fällt auf den anscheinend nicht übermäßig intelligenten Moserer zurück.

Evolution ist kein Glaube, sondern eine Lehre, die sich auf eine riesige Zahl zur Lehre passender Befunde stützt.
Zu glauben, Evolution würde alles mit Zufällen erklären, zeugt lediglich von unzureichender Schulbildung. Es kann und muss nicht alles bewiesen werden. Lücken bleiben sind erst mal Lücken. Diese Lücken mit dem Wort "Gott" schließen zu wollen, ist kindisch.

JustFrank am 02.10.2009 19:33:02

Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber wenn sich religiöse Wirrköpfe schon mit der hier gezeigten Vehemenz dagegen wenden, dann muss es ziemlich gut sein.

matthias am 09.10.2009 10:29:14

Ich bin sehr interessiert an Wissenschaft UND an Religionen.
Ich weiß nur nicht, ob mich die persönliche Entscheidung des Autors (Titel), nicht mehr an das Christentum, sondern nur noch (?) an die Wissenschaft zu glauben, interessiert.
Ich bin überzeugt, dass Wissenschaft niemals imstande sein wird, Gott zu beweisen - die Argumente hierfür sind zu lang und zahlreich, um sie hier auch nur aufzulisten zu können.
Aus ebendiesen Argumenten glaube ich auch, dass die Wissenschaft niemals den Gegenbeweis erbringen kann.
An den Kirchen gibt's viel zu kritisieren - sehr viel!
Aber ebenso an denjenigen Wissenschaftsgläubigen, die sich gleich wie unsere konservativen Kirchenväter benehmen (natürlich sind das nicht alle…) und da glauben, dass ihre Thesen und Modelle (!) der Weisheit letzter Schluss sind. Wie oft wurden und werden wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt und korrigiert?
Diese Arroganz ist auf beiden Seiten unerträglich!
Ebenso wie jene auf einigen Kommentaren.

mex am 10.10.2009 22:49:12

In der Wissenschaft wird deshalb soviel korrigiert und widerlegt, damit man sich immer näher an die Realität annähern kann. In der Religion hingegen wird nie etwas bewiesen, korrigiert oder widerlegt, es bleibt alles wie es ist, seit Gründung der jeweiligen Religion; eine religiöse Lehre ändert sich nicht, eine wissenschaftliche kann sich hingegen durchaus ändern, eben durch Widerlegungen und Korrekturen. Gott ist ohnehin schon per definitonem unwiderlegbar und unbeweisbar. Letztlich ist sowohl die Wissenschaft wie auch die Religion ein Erklärungssystem, jedes mit seinen eigenen unbeweisbaren Dogmen, aber im Gegensatz zur Religion ändert und entwickelt sich Wissenschaft immer weiter.

Joachim am 14.10.2009 10:19:16

Da Gott letztlich von Menschen erdacht wurde, die einfach nur keine Antwort mehr wussten oder aber einfache Erklärungen bevorzugen, sind alle vorstehenden Kommentare der Religionsverteidiger a priori absurd.

Gott ist eine Tautologie, nicht mehr.

Ein überlebter Erklärungsversuch für Phänomene, von denen die meisten mittlerweile erklärt sind. Daran kann auch die verbissene Borniertheit eines Teils der Theisten nichts ändern.

matthias am 16.10.2009 16:44:30

Dass sich Religionen nicht verändern, stimmt nicht.

Bei all meinen Begegnungen mit religiösen und wissenschaftsgläubigen Menschen zusammengenommen roch es nicht so stark nach Absolutheitsanspruch wie aus vorherigem Kommentar!

Ich bin ein Freund, fast ein Anhänger des kritischen Rationalismus, an dessen Basis jedoch die irrationale (wissenschaftlich nicht erklärbare) Entscheidung seines Begründers steht.

„Das beste Mittel betrogen zu werden, ist sich für schlauer zu halten als andere...“
François de La Rochefoucauld

Dies alles hat wahrscheinlich wenig mit dem Buch zu tun, um welches es sich auf dieser Site handelt.

Michael am 24.10.2009 22:25:52

Ich finde es ingesamt nicht gut, dass der TEIA-Verlag nun auch in diese schwammigen Themen wie Philosophie und Weltanschauung einsteigt. Man sollte bei den guten Lehrbüchern über harte Fakten, wie z.B. die Bedienung von Office 2007 bleiben. Die einseitige Darstellung eines solchen Buches als Lehrbuch erweckt bereits wieder den Eindruck, als soll hier eine Beeinflussung im Sinne des Atheismus gefördert werden. Man müsste hier nun der fairness halber z.B. ein Buch wie das von Professor C.S. Lewis "Pardon, ich bin Christ" danebenstellen und schon wäre alles wieder relativiert. Endlose Diskussionen, die zu nichts führen werden hier wohl folgen...

Guten Morgen (QA) am 25.10.2009 10:43:30

Wenn man dieses Buch auf dieser Webseite durchblättert, findet man zur Zeit auf der Startseite zehn Kommentare und auf allen anderen Seiten nur drei. Dabei ist ein Kommentar unter Abschnitt 3.2 vom Autor selbst.

Ich frage mich ernsthaft, ob jemannd der obigen Kommentatoren an einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Buch interessiert ist?

Ich würde erwarten, daß auf den Seiten, auf denen der Leser einen Widerspruch zu seiner Meinung findet, eine Ergänzung oder Berichtigung für notwendig oder wünschenswert erachtet, einen Kommentar einfügt.

Ich denke das würde einen fruchtbaren Dialog ergeben.

Schönen Tag noch.

warum eigentlich nicht am 29.10.2009 09:40:43

Wie alt ist das Universum (wird im Buch "beantwortet") Vor 20 Jahren ging man noch davon aus, dass die Welt 6 Mrd. Jahre alt ist und heute?
Das kam so: Der "moderne naturwissenschaftliche" Mensch sieht die Erde immer noch als Mittelpunkt des Universums (davon hat sich die Kriche schon vor 400 Jahren verabschiedet) und denkt, dass sich die Galaxien mit Lichtgeschwindigkeit auseinander bewegen. Und dann muss da noch der Urknall her, damit das alles funktioniert. Nur weil man in ca. 14 Mrd. Lichtjahren Entfernung Galaxien entdeckt hat geht man also davon aus, dass diese seit 14 Mrd. Jahrden mit Lichtgeschwindigkeit auseinander triften - also die logische Folgerung des selbstgstrickten "Wissenschafts-"Glaubens: Die Welt muss 14 Mrd. Jahre alt sein. (vor 20 Jahre waren es noch 6Mrd.) Vielleicht ist die Welt doch unendlich und es gibt einen Gott???! - ist doch irgendwie logischer - da glaube ich lieber an einen (vielleicht selbstgestrickten) Gott als an selbstgestrickten Wissenschaftswahn.

Uwe Lehnert am 30.10.2009 12:44:45

"Warum eigentlich nicht"
Lieber Kommentator, machen Sie es sich nicht zu einfach mit Ihrer Antwort! Wissenschaft, zumal nach heutigem Verständnis, behauptet nie, dass es so und nicht anders sei, sondern formuliert Hypothesen, die solange als gültig angesehen werden, wie sie nicht widerlegt wurden. Die Urknalltheorie mit ihren Folgerungen ist das bisher zutreffendste Erklärungsmodell für das, was sich im Universum abspielt – mehr wird nicht behauptet. Astrophysik und Raumfahrt haben eine solche Fülle an Belegen und praktisch funktionierenden Anwendungen hervorgebracht, dass Sie es sich nicht so leicht machen sollten, von einem "selbstgestrickten Glauben" zu sprechen. Diese Einsichten und Anwendungen basieren ganz wesentlich auf Einsteins Relativitätstheorien, deren Gültigkeit gelegentlich bestritten wird, aber bisher nie widerlegt werden konnte.

Uwe Lehnert am 30.10.2009 12:45:48

Ergänzung zu "Warum eigentlich nicht"
Die Evolutionstheorie wird auch – meist von Menschen, die sie gar nicht verstanden haben – abgelehnt und lächerlich gemacht, aber sie ist ebenfalls diejenige Erklärung für die lebendige Welt, die alle anderen bisherigen Theorien an Plausibilität und Erklärungskraft bei weitem übertrifft. Täglich kommen – vor allem durch die Gentechnik – neue Belege hinzu. Also Vorsicht vor zu schnell geäußerten (Vor-)Urteilen!

Sener Türk am 03.11.2009 23:34:23

Ich finde es sehr interessant, daß es selbst in unserer doch so modernen Welt heute noch Menschen gibt, die den Sinn des Lebens in irgendwelchen antiquierten, vorzeitlichen Sammelsurien von Moralvorstellungen suchen und immer wieder meinen, es gefunden zu haben. Man sollte doch endlich mal einsehen, daß in diesen Büchern das wiedergespiegelt wird, was im Erscheinungsjahr an diesen Orten für Vorstellungen existierten. Um nicht ganz so blöde dazustehen, werden solche Bücher neu aufgelegt bzw. an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst. Dann heißt es, ach nö, so war das gar nicht gemeint. Vielleicht gibt es eines Tages eine hoffentlich letzte Ausgabe, worin geschrieben steht: Gott ist tot, hat es nie gegeben, war nur ein Hirngespinst, ein Werkzeug bestimmter Kreise um Macht gegenüber ihrer gutgläubigen - besser blauäugigen - Untertanen auszuüben. Dann vielleicht wird der Mensch endlich mal vernünftig und denkt einmal mit seiner eigenen Hirnmasse.

QA am 06.11.2009 22:25:38

Lieber Sener,

danke für Deinen Kommentar - Jedoch: Die sogenannte Literatur hört nicht auf zu wirken. Einmal gelesen bleibt doch ein Teil davon haften.

Was ist antiquiert? Das ist meines erachtens eine sehr persönliche Wertung. Ich denke, daß das neue Testament in der Bibel insgesamt das widergibt, was jede Gesellschaft zusammenhält, aber einem selber immer schwer fällt: Vergebung.

QA

JB am 07.11.2009 19:43:03

Adam und Eva waren ganzkörperlich behaart ! Das ist bewiesen ! Sowas wie Gott gibt es schon, aber Adam und Eva waren eindeutig behaart !

Uwe Lehnert am 08.11.2009 09:56:30

Die Bibel enthält selbstverständlich auch Aussagen, die anerkennenswert in ihrer Absicht sind, menschliches Verhalten moralisch so zu beeinflussen, dass wir uns auch heute damit identifizieren können. Worte wie »Wer ohne Schuld ist, der hebe den ersten Stein« oder »Die Rache ist mein, spricht der Herr« oder das von Jesus abgelehnte alttestamentarische Rachedenken »Auge um Auge, Zahn um Zahn« zeugen in ihrer zu Frieden und Verständigung aufrufenden Ermahnung davon, dass die Bibel kulturelle Schätze bedeutender Art enthält. Diese zweifellos vorhandenen Bibelstellen, denen ein auch unseren heutigen Moralvorstellungen entsprechender Rang nicht abzusprechen ist, können die archaisch-inhumanen und fragwürdigen Teile innerhalb dieser »unheiligen Schrift« jedoch in keiner Weise aufwiegen. Viele Stellen aus dem Alten Testament und auch Worte aus dem Munde des angeblich so barmherzigen und friedfertigen Jesus widerlegen die angeblich moralische Erhabenheit der Bibel.

Uwe Lehnert am 08.11.2009 09:57:35

So ist in der Bibel für jedermann wörtlich nachzulesen, dass homosexuelle Männer mit dem Tode zu bestrafen sind (3. Buch Mose, Kap. 20, Vers 13), dass eine Hexe zu töten ist (2. Buch Mose, Kap. 22, Vers 17) und dass ein Ungläubiger zu ewiger Verdammnis verurteilt ist (immer wieder geäußerte Worte von Jesus an vielen Stellen der Evangelien). Die Ketzerverbrennung wurde mit Kap. 15, Vers 6 aus dem Johannes-Evangelium begründet (»Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.«) Auch das Jesus-Wort aus dem Lukas-Evangelium, Kap. 19, Vers 27 (Luther-Übersetzung) eignet sich hervorragend als Begründung der Vernichtung Andersdenkender (»Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.«) Diese "göttlichen Befehle" wurden über Jahrtausende erbarmungslos ausgeführt!

QA am 08.11.2009 10:49:05

Sehr vereehrter Herr Lehnert. Mein Kommentar bezog sich lediglich auf die Fragestellung, ob wir aus den sogenannten antiquierten Quellen noch etwas lernen können. Es geht mir nicht um das satzweise Aufrechnen von Sinn und Unsinn eines Textes, wenn ich von Literatur rede.

Den zweiten Teil Ihres Kommentars kann ich leider nicht folgen. Er beinhaltet eine stereotypische Haßtirade.

QA am 08.11.2009 10:50:09

Hallo JB,

wenn Adam und Eva behaart waren, dann mußt Du als ihr Nachfahre auch behaart sein - richtig?

Uwe Lehnert am 08.11.2009 11:31:42

Lieber QA, solche Reaktionen machen mich immer sehr betroffen. Solche von mir zitierten Stellen existieren doch, und sie haben nachweislich ganz schlimme Exzesse zur Folge gehabt und eben auch biblisch gerechtfertigt. Ich stehe in einem freundschaftlichen Kontakt zu zwei Pfarrern, die beide ebenfalls mit solchen Bibelstellen ihre Probleme haben und es nicht als "stereotypische Hasstirade" empfinden, wenn ich sie darauf anspreche. Ich denke, dass eine kritische Auseinandersetzung mit höchst problematischen und folgenreichen(!) Bibelstellen nicht vorschnell mit Hass und Vorurteil gleichgesetzt werden sollte. Bitte beachten Sie, dass sowohl katholische wie evangelische Kirche bis heute die gesamte(!) Bibel als Gottes Wort, als vom Heiligen Geist inspiriertes Werk ansehen.

JB am 08.11.2009 22:30:38

Natürlich hat das einen Bezug zum Thema. Mein Kommentar diente einer logischen, mathematischen Begründung, den laut Lutheranischen Darstellungen war Adam ein Arier, aber wenn er richtig dargestellt würde, müsste er ein Fell über den ganzen Körper erhalten, da ja die ältesten Funde "menschlicher" Art, also homo sapiens, lassen wir mal den erectus, schon sprechen konnten, gottgläubig waren und schon künstlerische, rituelle Zeremonien durchführten. Warum sieht man diese etwas kleineren und gebückt gehenden am ganzen Körper behaarten Menschen dann nicht auf kirchlichen Darstellungen. Laut Kirche hat es sie nie gegeben !

Hardt am 30.11.2009 14:50:53

Zum einen: Es ist toll anzu"lesen", wie aus dem Zusammenhang zitiert werden kann und auch wird. Das Studium der Bibel zeigt doch, dass Gott ein liebender Vater ist, dass er Jesus zu unserer Erlösung von den Sünden geschickt hat, und dass wir dadurch vom Gesetz des AT befreit sind. Jesus hat uns ein Gebot gegeben, das da heißt: Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst.
Und das ist ziemlich durchgängig in seiner Lehre. Man muss das Wort eben einfach nur verstehen (lernen).
Desweiteren: C.S. Lewis (ein Mensch, der sich vom Atheisten hin zu einem überzeugten Christ entwickelt hat, das gibt es nämlich auch) hat genügend Gründe aufgezeigt, warum man Christ werden sollte, wenn man schon externe Fürsprecher für den Glauben braucht.

Hardt am 30.11.2009 18:28:22

Und zu dem oben genannten Lukas Zitat nach der Luther-Übersetzung, das nämlich richtig heißt: "Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König werde, bringt her und macht sie vor mir nieder" ist aus einem Gleichnis heraus genommen, keine "Anweisung" von Jesus. Ich empfehle dem Autor 2. Timotheus Kapitel 1 Vers 7, sowie Kapitel Kapitel 3.

Uwe Lehnert am 01.12.2009 22:10:27

Hardt:

Das Studium der Bibel zeigt leider alles: Einen über alle Maßen rächenden Gott, sowohl im Alten Testament wie im Neuen Testament, hier vor allem in der Offenbarungsgeschichte. Aber auch die ständige Drohung mit der Hölle, einer ewig(!) währenden Feuersfolter zeugt nicht gerade von einem liebenden, sich der Menschheit erbarmenden Gott. Sie haben aber Recht, es gibt auch eine Vielzahl von Stellen, in denen Jesus von der erbarmenden Liebe Gottes spricht. Diese Widersprüchlichkeiten in den Aussagen stehen in der Bibel unverbunden nebeneinander, diese Widersprüche werden auch nicht aufgelöst und erklärt. Das zeigt mir, dass die Bibel ein Werk von Menschen ist, die über viele Jahrhunderte (AT) bzw. Jahrzehnte (NT) daran wirkten und je ihre eigenen Vorstellungen einbrachten.

Uwe Lehnert am 01.12.2009 22:11:15

Hardt:

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" – durchaus ein eindrucksvoller Satz. Aber wieweit hat er sich in der Christenheit durchgesetzt??? Übrigens der "Nächste" war – so sagen uns die Theologen bzw. Religionswissenschaftler – nur der Mitmensch aus dem eigenen Stamm bzw. der eigenen Gruppe!

Uwe Lehnert am 01.12.2009 22:13:14

Lukas-Zitat (ich habe die Luther-Übersetzung zitiert!): Ein solches Wort steht für sich selbst, es muss auch so gelesen werden, wie es da steht. Querverbindungen und Zusatzinformationen, wie Sie sie jetzt nennen, sind allenfalls ein Ergebnis theologischer Forschung, können doch kein Grund sein für einen Leser, ein Bibelwort nur zusammen mit einer Reihe anderer – ihm im Übrigen gar nicht bekannter – Bibelstellen zu deuten. Das ist eine einigermaßen willkürliche Auffassung vom Bibellesen, kein Mensch liest die Bibel so. Für mich – und Theologen und Religionswissenschaftler sagen das auch – ist dieses Lukas-Zitat ein Beleg dafür, dass auch Jesus gnadenlos die Menschen einteilte in Gläubige und Ungläubige. Und Ungläubige galt es zu vernichten! Eine Vielzahl von Jesusworten belegt seine Auffassung, dass der Ungläubige die Hölle verdient. Dieses Jesuswort ist - anders als Sie behaupten - kein Gleichnis odgl., es ist eine klare, eindeutige Anweisung!

Hardt am 03.12.2009 22:58:41

Vielen Dank für Ihre Antworten, nur so viel: Jesus war nicht gnadenlos. Er hat sich (streitbar) mit den Pharisäern und (heuchlerischen) Schriftgelehrten auseinander gesetzt (heute wären das Theologen und Religionswissenschaftler ;-, weil diese das Wort (des alten Testaments) klar für ihre Belange und auch für die Unterdrückung des wahren Glaubens eingesetzt haben. Das Gleiche ist seit Entstehung des Christentums auch durch die insbesondere katholische Kirche erfolgt. Das Wort Gottes ist - und da stimme ich Ihnen zu - oft für allzu menschliche Machtinteressen missbraucht worden. Gott ist ein sehr eifernder Gott und duldet keinen Ungehorsam oder das Anbeten von (falschen) Göttern (siehe 10 Gebote). Wenn sich die Menschen von ihm angewendet haben, so hat er ihnen seinen Unwillen signalisiert.

Hardt am 03.12.2009 23:00:07

Bis Jesus durch seinen Tod am Kreuz für die Erlösung der Sünde von uns allen gestorben ist, war der Mensch sündig. Wir können uns, wenn wir Jesus als unseren Erretter annehmen, durch die Taufe in seinem Namen, der Vergebung der Sünden gewiss sein, und damit der Aufnahme in das Himmelsreich. Gott will, dass wir alle errettet werden und dies ist nur durch Jesus Christus möglich. Gott will nicht strafen, deshalb hat er uns ja Jesus geschickt. Die Bibel gibt dazu auch schon im AT diverse Zeugnisse. Gottes segne Sie im Namen Jesu Christi.

Gabriele am 05.12.2009 15:08:57

Jetzt hat es jemand die Sprache verschlagen...

Uwe Lehnert am 05.12.2009 19:10:23

"Bis Jesus durch seinen Tod am Kreuz für die Erlösung der Sünde von uns allen gestorben ist, …" und "Gott will, dass wir alle errettet werden und dies ist nur durch Jesus Christus möglich"

In diesen zentralen Worten der christlichen Lehre drückt sich ein Weltbild aus, das aus einer Zeit stammt, als man der Gottheit noch Tier- und Menschenopfer darbrachte, die Welt von Dämonen beherrscht sah und die Hölle als einen ewig brennenden Bestimmungsort für Ungläubige erfand. Ich kann dazu nur sagen bzw. fragen: Fällt denn einer allmächtigen, allwissenden und uns so unendlich überlegen scheinenden Gottheit nichts anderes ein als eine Hinrichtung grausamster Art, um diesen angeblich notwendigen Ausgleich herbeizuführen zwecks Besänftigung des eigenen Zorns über die Sündhaftigkeit der Menschen und ihrer Erlösung? Für mich muss niemand sterben.

Uwe Lehnert am 05.12.2009 19:11:05

Am Ende von Kapitel VI formuliere ich mein absolutes Unverständnis bzw. meine Ablehnung dieser Form von Opfermythos so:
"Wenn ich dann fragte, wie man als Mensch des 21. Jahrhunderts glauben könne, nur durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer gerettet zu werden, das vor seinem Tode gefoltert und dann auf die denkbar brutalste Art und Weise hingerichtet wurde, habe ich meistens nur in schweigende Gesichter geblickt."

Frage an Gabriele: Wen soll es denn die Sprache verschlagen haben?

Pushuk am 22.12.2009 17:54:22

Hallo erstmal,

ich möchte mich bei Ihnen, Herr Lehmann, für diesen Artikel bedanken.
Ich kann Ihnen nur voll und ganz meine Zustimmung versichern!

Frohe Weihnachten

Pushuk

Freigeist am 13.01.2010 13:44:42

Lieber Herr Lehnert,

ich danke Ihnen für Ihr Buch und wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen bei allen Diskussionen mit den Ewigvorvorgestrigen (sorry für die harte Formulierung).

Ich gebe es zu: im Laufe meines Lebens machen mich die Anhänger paranormaler Welterklärungsmodelle zunehmend aggressiv. Eigentlich lebe ich nach dem Motto, dass jeder für sich herausfinden muss, wie er sich das Dasein erklärt. Aber die menschenverachtenden Auswüchse, die im Namen von Gottgläubigkeit oder gar Nächstenliebe auch heute noch so viel Leid über die Menschheit bringen, von der Kondomhetze des Papstes über den Kreationismus in den USA bis zum Dschihad-Getöse eines Osama Bin Laden, haben meiner Toleranz arg zugesetzt. So sehr, dass ich mich mittlerweile frage, ob es nicht sogar unsere Pflicht wäre, noch viel aktiver gegen Religion und ihre Auswüchse vorzugehen.

Freigeist die Zweite am 13.01.2010 13:45:40

(Nur zur Klarstellung: es geht mir nicht nur um die Auswüchse. Die sind eine geradezu zwangsläufige Folge der Verdummungs- und Manipulationsstrategie, welcher jeder Religion zugrundeliegt. Das Problem liegt im Prinzip Religion.)

Sie haben immerhin einen entsprechenden Beitrag geleistet. Mein diesbezüglicher Motivationshemmer sind die potenziellen Rezipienten: wie man an einigen oben aufgeführten Reaktionen klar absehen kann, sind diese leider für rationale Argumente nicht zugänglich. Klar, wer gibt schon gern sein über Jahre gefestigtes Weltbild auf oder gesteht sich ein, nach absurden Prinzipien gehandelt zu haben? Ich wäre übrigens - aber nur auf der Grundlage eines rationalen Diskurses! - grundsätzlich bereit dazu. Bisher wurde mir jedoch noch kein einziges Argument zugetragen, welches mich dahingehend auch nur zum Zweifeln bringen könnte. Das Gegenteil ist der Fall.

Freigeist Ende am 13.01.2010 13:46:18


Nochmals Danke und alles Gute. Ich hoffe, dass Ihnen Ihre Offenheit und Ihr Engagement keine persönlichen negativen Folgen bereiten. Diese Sorge ist nicht erst seit Salman Rushdie bei jedem berechtigt, der es wagt gegen die monströsen Religionsimperien aufzubegehren.

Uwe Lehnert am 14.01.2010 16:45:07

Dank an "Freigeist"! Solche Rückmeldungen tun gut, lassen sie doch erkennen, dass man mit der eigenen Weltsicht doch nicht so ganz allein steht. Tatsächlich ist es wohl so, dass viel mehr Menschen sich von der Kirche und einem überkommenen Glauben gelöst haben, als Politik und veröffentlichte Meinung wahrhaben wollen. Aufgrund vieler, erfreulicherweise fast nur positiver Rückmeldungen – mein Name und Internetadressen sind ja bekannt – wurde mein Buch mehrmals überarbeitet, argumentativ präzisiert und ergänzt und ist inzwischen in einer 3. Auflage erhältlich (besonders schnell hier direkt im Verlag bestellbar!). Sorge vor Attacken religiöser Fanatiker musste ich mir "gottseidank" noch nicht machen. Die Auseinandersetzung mit dem weltanschaulichen Gegner, wenn sie denn stattfindet, wird in unserem Kulturkreis dank der Aufklärung inzwischen mit geistigen Mitteln ausgetragen, eine Form des Dialogs, die eine zweite große, machtorientierte Religion noch lernen muss.

Portos am 17.01.2010 17:35:29

Die Frage der Theodizee ist seit dem neuerlichen Erdbeben in Tahiti im Vergleich zu dem Erdbeben von Lissabon 1755 aktueller denn je und kann von der christlichen Religion nicht aufgelöst werden. Jedenfalls scheint es so zu sein, dass unsere Vorstellung von Gott falsch ist, so wie sie in der Bibel steht. Ich danke Ihnen für Ihr um Sachlichkeit und Wahrheit bemühtes Buch.

Uwe Lehnert am 18.01.2010 11:48:30

In der Tat ein solches Erdbeben macht wieder einmal besonders deutlich, wie wenig Gott sein Erbarmen mit den Menschen (und auch Tieren!) erkennen lässt. Während unter den Trümmern der eingestürzten Häuser Kinder verbluten und ersticken, noch lebende Menschen unter Tonnen von Schutt nur noch auf den Tod warten können, Überlebende verzweifelt nach ihren verschütteten Angehörigen graben, verkündet ein greiser Papst unbeirrt "Gott ist die Liebe". Ist das Naivität oder Realitätsverlust oder schon Zynismus? Während er als "Stellvertreter Gottes" mit großer Geste Gottvertrauen verkündet, fährt er vorsichtshalber in einem panzerglasgesicherten Papamobil umher. Statt auf die nicht eintreffende Hilfe "von oben" zu warten, sollten die Menschen erkennen, dass sie sich nur selbst helfen können.

Uwe Lehnert am 18.01.2010 11:50:08

Die Menschen müssen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich solidarisch organisieren, um sich langfristig selbst immer besser vor den Unbilden der Natur wie Erdbeben, Sturmfluten oder Hurrikanen zu schützen. Immer mehr Menschen – zumindest in den gebildeteren Ländern und Schichten – wenden sich daher von einer solchen naiven Weltanschauung ab und setzen immer mehr auf die Kräfte der Vernunft.

Mitredner am 25.01.2010 14:19:45

Hallo an alle Diskutanten,

nach dem ich mir alle Kommentare über Sinn und Unsinn von Glaube, Vernunft und Wissen durchgelesen habe, stelle ich mir noch einige Fragen. Warum fällt es den Leuten so schwer die Vorteile bzw. positiven Aspekte von Religion und Wissenschaft zu kombinieren? Was spricht gegen die Symbiose aus Nächstenliebe und Plattentektonik? Warum darf Gott (in welcher Form auch immer er dargestellt sein möge) den Haitianern keinen Trost und der reiche Teil der Weltbevölkerung kein Geld spenden ohne das irgendwelche Grundsatzdiskussionen angestellt werden? Wieso sucht man auf dieser Kommentarseite immer nur nach Unterschieden und nicht nach gemeinsamkeiten? Das sind jetzt mehrere Fragen gewesen, aber ich denke mein Standpunkt und meine Pointe sind deutlich geworden.

mfg

Uwe Lehnert am 28.01.2010 12:32:43

Vorteile bzw. positive Aspekte von Religion?
Trost auf Wiedergeburt und Ausgleich auf irdisches Leid und Ungerechtigkeit dereinst im Himmel? Wenn man daran glauben kann, mag man es als Hilfe empfinden. Wer von uns aber kann daran mit Überzeugung noch glauben? Es ist m.E. sinnvoller, hilfreicher und überzeugender, irdisches Leid und Ungerechtigkeit durch gesellschaftliches und politisches Engagement hier auf der Erde zu bekämpfen.

Die christliche Religion als Quelle und Hüterin von moralischem Verhalten?
Die christliche Lehre als Religion hat mit Sicherheit die größte Anzahl von Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf dem Gewissen: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung, Missionierung Lateinamerikas, 30-jähriger Krieg, Rechtfertigung der Sklaverei, Ursache(!) des Antisemitismus und und und. Im Zuge der Verbreitung der „frohen Botschaft“ ist in den letzten 2000 Jahren eine zweistellige Millionenzahl zu Tode gebracht worden.

Uwe Lehnert am 28.01.2010 12:34:43

„Nächstenliebe“ im Sinne von Solidarität mit dem in Not befindlichen Menschen haben weltweit alle Kulturen hervorgebracht, sie ist keine spezifisch christliche Errungenschaft, so anerkennenswert diese – auch – christliche Tugend ist.

"Warum darf Gott den Haitianern kein Trost sein?"
Wem ein allmächtiger und allwissender Gott, der solche barbarisch-tödliche Gewalten immer wieder über die Menschen kommen lässt, nach wie vor ein liebevoller Vater ist, dem man sich betend anvertrauen kann, der provoziert für mich Verstand und Selbstachtung. Mich hat Günther Anders, verfolgter jüdischer Schriftsteller, beeindruckt, als er angesichts des Holocausts sagte: Nach Auschwitz besteht mein Atheismus nicht mehr einfach in der Bestreitung seines Daseins, sondern in meiner Empörung über die Würdelosigkeit derer, die einem, der dies zugelassen hat, im Gebet nahen.

Uwe Lehnert am 28.01.2010 12:35:31

Die Frage nach den „Gemeinsamkeiten“ wird hier vom „Mitredner“ zu Recht gestellt. Ich sehe Gemeinsamkeiten mit einem überzeugten und seinen Glauben ehrlich praktizierenden Christen im ethischen Bereich. Hierzu zählen ungezählte Pfarrerinnen, Pfarrer, Nonnen, Diakonissinnen und andere Menschen, die aufgrund ihrer christlichen Einstellung Nächstenliebe praktizieren. Nicht aus welchen Motiven heraus jemand dem in Not und Leid befindlichen Mitmenschen beisteht, sondern dass er es tut. Ich halte es mit Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

fritzili am 29.03.2010 16:07:33

Antwort, Teil 1:

Ich würde dazu raten sich mal WIRKLICH mit dem Inhalt der Christlichen Philosophie auseinanderzusetzen, vor allem mit den Mittelalterlichen Theologen und Philosophen.

Gott ist kein Wesen, kein Mann im Himmel, Gott ist eine Kraft, ein Gefühl, ein Geheimniss. Gott ist die Schönheit, Gott ist die Wahrheit (als Prinzip! nicht "ah die Wahrheit dieser und jener Begebenheit"). Gottes Wort ist die Mathematik, die Naturgesetze, die Evolution. Nicht nur die alten Tempelritter wussten das, sondern auch die Freimaurer. Newton war vor allem ein Gottessucher.. Es ist Unsinn die Bibel 1 zu 1 wiederzugeben, die Bibel ist kein "Auswendiglernbuch" wie der Koran, sondern ein zu intepretierendes Buch. Darum gibt es auch so viele verschiedene Arten von Christen.

fritzili am 29.03.2010 16:10:37

Antwort, Teil 2:

Warum sich Jesus Christus geopfert hat, und warum das eine "Befreiung" ist, lässt sich nur im Kontext der Kulturphase verstehen, die damals Wirklichkeit war. Zuallererst ist das "Menschenopfer" quasi ein symbolisches letztes Menschenopfer. Es ist das Ende des Kannibalismus und eben der Opferung von Menschenfleisch. Was vielen heute nicht mehr bekannt ist, überall auf der Welt gab es sehr viele Kannibalistische und Blutopferorientierte Kulturen. Sowohl in Afrika als auch in Neuseeland, Südamerika (Inkas und co... Die "verschwundenen Kulturen" sind schlicht aufgefressen worden), Mittelamerika, Südostasien und so weiter. Weiter sollte diese Opferung eine ewige Verbindung zur Transzendenz signalisieren. Das man beispielsweise keine Priesterkaste braucht um sich mit dem Göttlichen zu verbinden. Das war wirklich eine Befreiung. Eine änderung der Kulturstufe.

fritzili am 29.03.2010 16:11:12

Antwort, Teil 3:

Zu den moralischen Gesetzen: Gott ist das Gefühl von "Gut" & "Richtig". NIEMAND von den Leuten hier, der sich über die ungerechtigkeit der Kirche oder die Grausamkeit der Inquisition aufregt, ist ausserhalb dieses Psychologischen Musters. WEIL das Christentum über Jahrtausende das definiert hat, was wir als positiv wahrnehmen, empfinden wir Ungerechtigkeit als Ungerecht und negativ. Vor allem in der Herausforderung mit dem Islam werden noch viele merken, das andere Kulturen das NICHT so sehen. Da ist der Nutzen der Sache wichtiger als das Prinzip der Gerechtigkeit. Auch Chinesen denken anders.

Und zu den langweiligen, dauernden Vorwürfen:

> Kreuzzüge,

Die waren die Antwort auf 400 Jahre eroberung von Christlichen Gebieten über ganz Nordafrika bis nach Frankreich. Massenmorde, Raub und Versklavung gehören dazu. Der Papst rief zum Kreuzzug auf weil Christliche Pilger ihr Leid äusserten das Moslems ihnen verunmöglichten zu pilgern.

Boris am 20.04.2010 12:24:58

Gläubige Menschen sind sicher mit ihren religiösen Standpunkten glücklicher und hoffnungsvoller.Unwissen macht glücklich und zufrieden. Wissen erzeugt Zweifel, manchmal Verzweiflung.

Aber mal ehrlich: Lieber verzweifelt, als glauben, dass "2 plus 2 gleich 5" ist.

Uwe Lehnert am 21.04.2010 10:01:12

Wissen erzeugt Zweifel, aber auch den Wunsch nach mehr Wissen. Die menschliche Neugier und das Ignorieren religiöser Vorgaben führten schließlich zu den Informationen, die uns freimachten von Wettergöttern und bösartigen Dämonen, vom psychisch krankmachenden Glauben an ein ewiges Höllenfeuer, zu medizinischen Einsichten, die uns befreiten von tödlichen Infektionskrankheiten und unerträglichen Schmerzen, sie führten zu landwirtschaftlichen Techniken, die in der Lage sind, den Hunger zu bewältigen … und und und. Was tiefe, unreflektierte Gläubigkeit an wissenschaftlichem und entwicklungsmäßigem Stillstand bewirken kann, sehen wir zum Beispiel in den islamischen Staaten des nördlichen Afrikas. Wohin engstirniges Befolgen einer mittelalterlichen Sexualmoral führt, kann man im christlich dominierten Südamerika und in Afrika beobachten. Sind diese Menschen tatsächlich glücklicher dran?

Uwe Lehnert am 22.04.2010 10:51:27

Nachtrag:

In Europa und Nordamerika mögen gläubige Menschen heute vielleicht glücklicher sein. Denn sie wissen, dass ihnen in Not- und Krankheitsfällen der wissenschaftliche und technologische Fortschritt helfen wird, gesund zu bleiben. Es ist dies das Wissen, das trotz der Wissenschaftsfeindlichkeit der christlichen Religion von Menschen erarbeitet wurde, die sich einst und heute noch von der Kirche nicht einschüchtern ließen.

Boris am 23.04.2010 14:03:23

Es geht um das subjektiv empfundene glückliche Gefühl der Gläubigen, daß es nach dem Tod weitergeht. Hier das Paradies, dort die Jungfrauen. Dieses bei Nichtgläubigen fehlende Gefühl des Trostes kann nur durch ein gleiches irdisches ersetzt werden. Wenn man Wissen als selbstbestimmenden Zweck betrachtet, ist es das tiefste glückliche Gefühl, daß man in sich erzeugen kann. Das Glück der Gläubigen ist also partiell, ein Ausblenden aus der Wucht der erkannten Wahrheit. Das Glück der Gläubigen ist also relativ, ebenso wie die Zweifel der Nichtgläubigen. Die Wahl war für mich immer klar.

Beobachter am 25.04.2010 23:07:58

Eine Literaturempfehlung zur Erweiterung des geistigen Horizonts, die wiedergibt, das Christinnen und Christen Evolutionstheorien gegenüber kritisch aufgeschlossen sind :

Gottes Geschöpf oder Produkt des Zufalls?
Ulrich Lüke: "Das Säugetier von Gottes Gnaden". Herder Verlag; 336 Seiten
Ist der Mensch ein Geschöpf Gottes oder nur ein Zufallsprodukt einer zufällig entstandenen Natur? - Um diese Frage gibt es seit der Aufklärung einen heftigen Schlagabtausch zwischen der Theologie und den Naturwissenschaften. In "Das Säugetier von Gottes Gnaden" legt der Theologe und Biologe Ulrich Lüke seine Sicht auf den aktuellen Stand des Diskurses dar und kommt zu der Erkenntnis, dass sich beide Perspektiven keineswegs ausschließen müssen.

[Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/560649 ]

Beobachter am 26.04.2010 00:17:53

Uwe Lehnert
schrieb am 18.01.2010 11:50:08
Die Menschen müssen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich solidarisch organisieren, um sich langfristig selbst immer besser vor den Unbilden der Natur wie Erdbeben, Sturmfluten oder Hurrikanen zu schützen. Immer mehr Menschen – zumindest in den gebildeteren Ländern und Schichten – wenden sich daher von einer solchen naiven Weltanschauung ab und setzen immer mehr auf die Kräfte der Vernunft.

Wenn der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen ist, wieso begünstigt er durch sein grob fahrlässiges Handeln die oben exemplarisch genannten Naturkatastrophen bzw. hält andere Menschen nicht davon ab, Gebiete auf der Erde zu besiedeln, wo sich Erdbeben statistisch gehäuft ereignen?

Was ist der Mensch, wenn es keine Allmacht Gottes gibt, eine allumfassende Vernunft des Menschen jedoch ebenfalls nur Desiderat ist?

Andreas am 16.06.2010 18:19:49

Hier werden viele Sachen in einen Topf geworfen, die für sich gesehen die Möglichkeit bieten würden zwischen Wahr und Falsch, Gut oder Böse oder zwischen Dumm und Intelligent zu unterscheiden. Das Thema Religion ist in Gänze weder zu beschreiben noch zu werten. Also betrachten wir doch den Glauben an Gott, in seinen Fassetten. Von, der inneren Kraft des Menschen einen Namen zu geben, bis zum Glauben, weil Denken anstrengender ist. Nehmen wir die Kirche auseinander, in historische Denkmäler, Die Bibel, die Gläubigen und die Amtskirche mit ihren verbeamteten Kirchenoberhäupter. Wenn wir dann noch die Begriffe Moral, Politik, Verhalten danach beurteilen, ob sie den Menschen nützlich sind und wem im Zweifel etwas nützt oder schadet, würden wir weiter kommen als nur Beschimpfungen oder oberflächliches Gelaber.

Monse am 17.06.2010 14:22:46 (Ref.)

mex schrieb am 10.10.2009 22:49:12:
In der Wissenschaft wird deshalb soviel korrigiert und widerlegt, damit man sich immer näher an die Realität annähern kann. In der Religion hingegen wird nie etwas bewiesen, korrigiert oder widerlegt, es bleibt alles wie es ist, seit Gründung der jeweiligen Religion; eine religiöse Lehre ändert sich nicht, eine wissenschaftliche kann sich hingegen durchaus ändern, eben durch Widerlegungen und Korrekturen. Gott ist ohnehin schon per definitonem unwiderlegbar und unbeweisbar. Letztlich ist sowohl die Wissenschaft wie auch die Religion ein Erklärungssystem, jedes mit seinen eigenen unbeweisbaren Dogmen, aber im Gegensatz zur Religion ändert und entwickelt sich Wissenschaft immer weiter.


Aber wahrscheinlich nur deswegen, weil Wissenschaft doch immer noch so weit von einer uns Menschen befriedigenden Annäherung an die Realität (oder an dem, was der Konsens REalität nennt) steht.

Monse am 17.06.2010 14:44:46

Relevanter als Jesus und Hölle sind für mich das Beißen in den Baum der Erkenntnis und der darauffolgende Rausschmiß aus dem Paradies, Erlebnisse, die jede und jeder von uns um eigenen Leben vollzieht, um ins Leben einzusteigen. Und es steht im Alten Testament geschrieben. Niemand braucht daran zu glauben, alle erlebens am eigenen Leib: das Gute und das Böse, das Göötliche und der Leviathan, die Misere und das Glück.
Meiner Meinung nach hat uns die Wissenschaft in der "aktuellen Schleife" der menschlichen Entwicklung weiter und gleichzeitig in die Sackgasse gebracht. Früher hat die Religiion die Menschen sicher auch weiter und in die Sackgasse gebracht. Ich nehme an, dass sich sowas nie ändern wird, es liegt in der "Natur" der Sache bzw des Menschen.

Uli am 27.08.2010 13:05:57

Teil 1

Warum versuchen Menschen, Ihre Überzeugung, Ihren Glauben oder ihren Nicht-Glauben "an den Mann zu bringen". Wir haben rein nichts gelernt; es ist wie immer. Gläubiger: "Du glaubst nicht, also wird Gott Dich bestrafen." Atheist: "Glaubst Du noch oder denkst Du schon. Werd mal erwachsen; es gibt keinen Gott." So geht das im Ping-Pong hin und her. Aber es bringt nichts. Jeder möchte dem anderen seine Meinung aufzwingen.

Als Agnostiker vertrete ich die Meinung, dass jeder an das glauben soll, was ihn glücklich macht. Er soll nur nicht darüber reden. Geh in Dein Kämmerlein und bete. Oder spiele lieber Fußball am Sonntag. Ich kann nicht beweisen, dass es einen Gott gibt, kann aber auch nicht beweisen, dass es keinen gibt. Das alles interessiert mich aber auch nicht die Bohne.

Um es deutlich zu sagen: Ich verabscheue, ja ich verachte alle Menschen, die im Namen der Religion anderen Menschen unrecht tun oder ihnen ihren Glauben aufzwingen wollen. Extremismus ist abartig.

Uli am 27.08.2010 13:07:57

Teil 2

In der westlichen, aufgeklärten Welt haben wir es ja immerhin geschafft, die Kirche aus der Politik zu "kicken". So bleibt ihr ja, ohne Legislative und Exekutive, nur die Alternative, das Schöne an Gott, die Nächstenliebe, hervorzuheben. In den islamischen Staaten sind sie halt noch über 500 Jahre zurück und steinigen ihre nicht verheirateten Turteltäubchen.

Religionen sollten wie Sportvereine betrachtet werden. Jeder der sich anmeldet, der ist willkommen. Diejenigen, die sich nicht anmelden, melden sich halt in einem anderen Verein oder nirgends an. Katholiken und Protestanten versuchen aber, durch Indoktrination durch Taufe, längst überholte Traditionen und die anschließende Kommunion und Konfirmation, ihre Schäfchen zusammen zu halten.

Uli am 27.08.2010 13:08:49

Teil 3

Bist Du erstmal eingefangen und wird Dir etwas vorgelebt, aus dem Du nicht ausbrechen kannst, dann akzeptierst Du es halt. Wäre es anders, und ein jeder könnte sich selbst entscheiden, dann wären beide großen Kirchen inzwischen auf einen Bruchteil ihrer selbst zusammengeschrumpft.

Gottglaube und der Klerus, und das haben die meisten noch nicht begriffen, schließen sich aus. Sie sind wie kaltes Wasser und heißes Öl. Kommen sie zusammen, gibt es einen großen Knall. Wenn es einen Gott gibt, dann ist der sicherlich nicht so, wie ihn die Bibel bzw. der Theologe darstellt. Dieser Bibelgott wurde vom Menschen erfunden und für seine Zwecke missbraucht. Das gilt analog auch für Allah.

Wir haben zweitausend Jahre Christentum hinter uns, in denen viel Schlimmes passiert ist, wie das Buch ja ausreichend beschreibt. Was wir brauchen, ist gelebte Toleranz. Und Toleranz und Religionen sind ja, wie uns die Geschichte lehrt, auch kaltes Wasser und heißes Öl.

Uwe Lehnert am 31.08.2010 10:58:40

@Uli

Schon die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, führt in eine Sackgasse. So wie es in den Naturwissenschaften über die Jahrhunderte immer wieder falsche Fragen gab, auf die nie eine Antwort gefunden werden konnte, weil die Frage gar keine reale Basis hatte, so auch hier. Nicht nur "Gott" ist eine gedankliche Konstruktion, auch die Wege, die zur Fragen seiner Existenz oder Nichtexistenz führen, sind das Ergebnis unseres durch die Evolution hervorgebrachten Denkens. Eines Denkens nämlich in Ursache und Wirkung, das sich hier auf Erden in höchstem Maße bewährt hat. Würden wir in unserem täglichen Verhalten diese elementare Denkfigur missachten, würden wir über kurz oder lang aussterben.

Uwe Lehnert am 31.08.2010 10:59:35

Fortsetzung:

Der Fehler besteht darin, dieses erfolgreiche Denkmuster auf das "Ganze", auf den Ursprung des Universums zu beziehen. Kosmophysiker haben längst verstanden, dass diese Extrapolation, diese Ausweitung unserer alltäglichen, im Mesokosmos gültigen Logik auf den Makrokosmos wie auf den Mikrokosmos (Quantenphysik) nicht statthaft ist, weil die logischen Prinzipien unseres menschlichen Denkens dort ganz offenbar so nicht mehr gültig sind. (Siehe z.B. 3. Auflage, Ende von Kapitel III,2!)

www.uwelehnert.de

NieteInMathe am 26.12.2010 22:55:43

Ohne familiäre Pflichten war mir dieses Jahr ein tannenbaumfreies Weihnachtswochenende vergönnt. Mit grossem Genuss und Gewinn habe ich mir Ihr Buch "reingezogen". In meiner Bibliothek gibt es eine "Schatzkiste" mit einigen wenigen Büchern, die einen Wendepunkt in meinem Leben darstellen. Dort wird dieses Buch dazugelegt werden, aber erst nach der zweiten oder dritten gründlichen Lesung. Heute abend wollte ich einfach nur Danke sagen für Ihre Arbeit und Mühe, dieses wichtige Buch geschrieben zu haben. Es hat mich weitergebracht in meiner Suche.

Uwe Lehnert am 29.12.2010 00:32:43

Zu NietheinMathe
Lieber Leser,
eine solche positive Reaktion freut einen Autor natürlich. Zeigt sie doch, dass man etwas mitzuteilen hat, was für andere Menschen von Bedeutung ist. Deshalb auch Ihnen herzlichen Dank, dass Sie sich öffentlich gemeldet haben und damit vielleicht weitere Leser angeregt haben, sich mit dem großen Thema, das ich in meinem Buch behandele, auch zu beschäftigen. Die fast auschließlich positiven Rezensionen bei Amazon z.B. sind nicht nur für den potentiellen Käufer interessant, sie signalisieren auch mir als Autor, dass ich dem Leser offenbar interessante Einsichten vermitteln und – hoffentlich – Anregungen zum selbstständigen Weiterdenken geben konnte.
Uwe Lehnert /www.uwelehnert.de

Michel am 12.05.2011 14:58:39

Angenommen es sei sicher, dass es Gott gibt oder ihn nicht gibt, und dass es keinen Mittelweg gibt. Für welche Seite werden wir uns entscheiden? Kopf oder Zahl: Verfallen Sie nicht dem Irrtum, dass hierbei eine richtige Wahl getroffen werden könnte, denn Sie wissen nicht, ob Sie falsch liegen oder schlecht gewählt haben … Sowohl wer sich für ‚Kopf‘ entscheidet, als auch wer sich für ‚Zahl‘ entscheidet, beide liegen falsch: Die Wahrheit kann nicht durch eine Wette entschieden werden, aber es muss gewettet werden. Es gibt keine Freiwilligkeit, Sie müssen sich darauf einlassen. Wenn Sie nicht wetten, dass es Gott gibt, müssen Sie wetten, dass es ihn nicht gibt. Wofür entscheiden Sie sich? Wägen wir den Verlust dafür ab, dass Sie sich dafür entschieden haben, dass es Gott gibt: Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn Sie verlieren, verlieren Sie nichts. Setzen Sie also ohne zu zögern darauf, dass es ihn gibt.
– Blaise Pascal

johny am 08.08.2011 14:36:08

über dieses Thema gibt es viel zu diskutieren, man kann viele Standpunkte, wissenschaftliche Beweise, Meinungen und Spekulationen prüfen und auch unterschiedlich bewerten und auslegen, aber letztendlich ist es eine Glaubensentscheidung. Glaube ich an den Zufall (die Evolution) oder glaube ich an einen Designer (den Schöpfer). Um glauben zu können, dass alles durch Zufall enstanden ist fehlt mir ehrlich gesagt der Glaube. Ich weiß nicht wie man dafür einen Glauben entwickeln kann. Für jedes Produkt gibt es einen Entwickler/ Designer, wieso soll es dann keinen Designer für die Erde/ Menschheit geben?

Gast am 10.10.2011 20:27:15

In dem Buch steht:

Lebenserfahrung, Vernunftgründe und heutige ethische Maßstäbe widersprechen in eklatanter Weise der christlichen Lehre.

Verzeihen Sie, aber dem möchte ich widersprechen. Haben Sie schon einmal die Johannesbriefe im neuen Testament gelesen?

Arne am 10.11.2011 12:57:01

zu Kap.7: Warum sollte die Ablehnung des wissenschaftlichen "Fortschritts" immer nur eine Behinderung zukünftiger Entwicklungen darstellen?
Eine konsequente Ablehnung könnte Wissenschaft doch auch
veranlassen andere(vielleicht weniger bequeme)Wege zu suchen oder bei "Ergebnissen" geduldiger im Hinblick auf mögliche negative Auswirkungen zu sein. Konkret: vgl. die Diskussion um die Atomenergie etc.

A. Koop am 06.12.2011 12:02:11

Man soll die Augen offenhalten damit man das göttliche in unserer Welt wahrnimmt! Wenn es aber nun wirklich reine Evolution war und die Beweise häufen sich ja stätig, während von den eisern Gläubigen immer nur daran rumgenörgelt wird und die so verpönte Häresie betrieben wird dann ist's doch bedenklich. Diese Wunder des Lebens als ein Werk eines einzelnen Wesens zu deklarieren, gräbt sich selbst den Boden weg. Wenn es geschaffen wurde aus welchem Grund auch immer ist es einfach nur ein Produkt. ob wir's verstehen oder nicht! Ein Urmensch würde warscheinlich vor Entsetzen umfallen ob der Fähigkeiten der Menschen heute und aus Unwissenheit hielte er uns für Götter. Wenn wie aber erkennen und Erkenntnis wurd von je her gern verboten oder schlecht gemacht, dann fällt auch noch der letzte göttliche Schleier und offenbart das wirkliche Wunder!

A. Koop am 06.12.2011 15:15:49 (Ref.)

Gast schrieb am 10.10.2011 20:27:15:
In dem Buch steht:

Lebenserfahrung, Vernunftgründe und heutige ethische Maßstäbe widersprechen in eklatanter Weise der christlichen Lehre.

Verzeihen Sie, aber dem möchte ich widersprechen. Haben Sie schon einmal die Johannesbriefe im neuen Testament gelesen?


Johannes Briefe? sind diese denn wichtiger als die verleugneten Evangelien? :D

Hans am 06.01.2012 10:24:43

Lieber Herr Lehnert,

vielen Dank für dieses Buch. Auf der Suche nach einem Standpunkt war es nach jahrelangem Suchen für mich sehr befreiend, diese klaren, eindeutigen und nachvollziehbaren Worte zu finden.
Es hat es mir erleichtert, mich von meiner kindlichen christlich-katholischen Indoktrination zu befreien.
Nach dem Lesen der Online-Version habe ich mir das Buch gekauft und nochmal gelesen.
Es ist mir nun eines der wichtigsten Bücher überhaupt.

Munir Hanna am 09.01.2012 11:38:21

Da haben Hans und einige andere eine neue Bibel und ihren neuen Glauben gefunden. :-)

Ich finde das Buch von Herrn Lehnert insoweit in Ordnung, weil er damit ein Stück seines Lebens verarbeitet und anderen mit ähnlicher Prägung eine Lebenshilfe anbietet.
Es ist seine persönliche Darstellung der Welt, in der er leben möchte.
Wenn ihm das reicht und er damit glücklich ist, dann soll man ihn lassen.

Was mich daran stört ist, der missionarische Unterton und das Belehren vom Sockel herab, obwohl auf die Wissenschaft und die Sachlichkeit so viel Wert gelegt werden soll.
Es wirkt so als ob ein gläubiger Mensch noch geistig in der Steinzeit wäre.

Munir Hanna am 09.01.2012 11:40:36 (Ref.)

Wir haben nicht 2000 Jahre Christentum hinter uns, in dem schlimme Dinge geschehen sind. Es sind 2000 Jahre Menschheitsgeschichte. Die Erfinder von Schwert und Rassismus, von Kommerz und Gier etc. können nicht dem Christentum angelastet werden. Doch warum wird das Christentum trotzdem verantwortlich gemacht? Nur weil mal ein Papst zu einem Kreuzzug aufgerufen hat oder im Schlepptau einer Kolonialisierung die Sozialisation über die Religion politisch gesteuert wurde oder mit religiösen Sprüchen Machthaber die dummgehaltenen Untergebenen manipulieren?
Wenn derartige Argumentsäulen dem logischen Denken als Stütze dienen, warum man kein Christ sein möchte, dann liegt der Verdacht einer persönlichen Abrechnung viel näher, als eine nüchterne Auseinandersetzung.

Munir Hanna am 09.01.2012 11:41:05 (Ref.)

Denn die eben genannten Dinge aus der Geschichte machen deutlich, dass dies in jeder Religion und an jedem Ort der Erde geschehen ist. Egal ob im Buddhismus, Islam, Kommunismus oder Naturreligionen bei den sogenannten Naturvölkern.

Desweiteren wird in den Gedankengängen von Herrn Lehnert nicht deutlich, dass z.B. die christliche Lehre häufig im Gegensatz zum menschlichen Handeln steht. Es wird alles in einem Topf geworfen, ohne differenzierte oder präzise Kritik zu formulieren.
Der Verdacht läßt sich nicht ausräumen, dass Herr Lehnert den christlichen Glauben an sich nicht verstanden hat und die Äußerlichkeiten kritisiert, die auch ohne christlichem Label anderweitig ebenfalls auftreten.

Munir Hanna am 09.01.2012 11:41:17 (Ref.)

Daher ist bei Herrn Lehnert die Kritik am Christentum, letztlich eine Kritik an der menschlichen Natur, ohne dass er seine eigene Kritik hinterfragt oder neuere wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt hat.
Denn unabhängig von der Frage ob es einen Gott gibt oder nicht, das erfahren wir letztlich mit dem Tod und nicht durch Gehirnakrobatik oder kopfkluge Bücher, ist z.B. im neurolinguistischen Bereich die Bedeutung der Affirmation und des Glaubens für das psychologische Gleichgewicht bedeutsam.

Ich bin nur etwas enttäuscht, das derart tendenziöses Material von der TEIA AG angeboten wird.

Das Qwertzgestein am 18.03.2012 23:41:54 (Ref.)

Die Evolution an sich können Sie mit gesundem Menschenverstand nicht abstreiten, dafür sind die Fossilienfunde, zum Beispiel für die Evolution des Pferdes, zu eindeutig, zu vielzählig - googeln Sie! Lesen Sie! Lassen Sie sich überzeugen! Das ist nicht mehr das Mittelalter, die Kirche unterjocht uns nicht mehr!

Die Evolutionstheorie wiederum, dass eben diese Evolution unter anderem (!) über Selektion und Mutation stattgefunden hat, ist ein sehr gutes Erklärungsmodell für die Evolution. Sie ist ein weitaus besseres Erklärungsmodell als etwa der Kreationismus, denn sie verträgt sich besser (bzw. überhaupt) mit den Fakten. Die Evolutionstheorie ist kein Glaube, sondern liegt auf dem wissenschaftlichen Prüfstein. Wenn Sie ein besseres Erklärungsmodell haben, her damit! Begehen Sie aber keinen falsche-Alternativen-Argumentationsfehler: selbst wenn die Evolutionstheorie sich als falsch herausstellen sollte, werden dadurch andere Erklärungen nicht besser. Freundliche Grüße!

MOM am 05.04.2012 08:21:42 (Ref.)

So ein Kommentar kann nur von einem verbohrten und verblendeten Gläubigen kommen. Das Buch von Uwe Lehnert ist das beste und sachlichste, das ich, leider erst jetzt, auf diesem Gebiet gelesen habe. Es als "viel Nichts" zu bezeichnen empört mich und deshalb schreibe sich, übrigens zum 1.Mal, einen Kommentar.
Ich wünsche mir, daß das Buch sehr viele Menschen, vor allem gläubige Menschen, lesen uns sich ein eigenes Urteil machen.

Besser, sachlicher, beweiskräftiger und überzeugender werden Sie von keinem anderen, vor allem nicht von verblendeten Christen, über das Christentum informiert

Frank Peter am 11.07.2013 19:06:17 (Ref.)

MOM schrieb am 05.04.2012 08:21:42:
Besser, sachlicher, beweiskräftiger und überzeugender werden Sie von keinem anderen, vor allem nicht von verblendeten Christen, über das Christentum informiert



So ist es recht. Jeder, der nicht meiner Meinung ist, ist ein verblendeter Mensch, der keine Peilung hat. Nicht wahr?

Diese Art der Aufgeklärtheit hat u.a. für zwei Weltkriege gesorgt.

Immanuel am 28.07.2014 04:33:25 (Ref.)

Interessant schon ... schrieb am 22.09.2009 05:35:37:
... aber nur, weil der Autor uns so schön demonstriert, wie oberflächlich und z.T. naiv, einige Menschen die Welt und unsere Existenz allein mit Hilfe der Wissenschaften zu erklären versuchen. Ah, alles "Natürliche", was uns tagtäglich umgibt, kann so bezaubernd sein – das "schreit" förmlich nach einem Schöpfer. Man muss natürlich die Augen und die Ohren "offen halten" und sie nicht vorab aus ideologischen Gründen kastriert halten. Das Katholische kann uns dabei sehr hilfreich sein!


Da schreit NIX nach einem Schöpfer. Und wenn man sich die Unvollkommenheit der Welt (Krankheiten, Katastrophen, Artensterben etc.) anschaut, dann müsste dieser Schöpfer - sollte es ihn tatsächlich geben - ein Dilettant sein, keinesfalls aber genial. Wer mit seinen Augen nur in das Märchen- und Sagenbuch Bibel starrt und leichtgläubig diese Märchen und Sagen als Tatsachenroman missversteht, kann dies natürlich nicht erkennen.

Paul Meyenberger, CH-Oberuzwil am 17.10.2014 12:01:13

Was man weiss, ist überprüfbar, widerlegbar und revidierbar.
Was im religiösen Sinne geglaubt wird, ist meist nicht überprüfbar, somit auch nicht widerlegbar, und selbst wenn eine Widerlegung erfolgt, so wird es in aller Regel nicht revidiert, sondern mit irgendwelchen Zusatzannahmen dann doch noch irgendwie als "wahr" hingekleistert, damit man vom Glauben nicht ablassen muss. Das ist der wesentliche Unterschied. Und ein weiterer Unterschied ist eben der, dass die,die wissen, wissen,dass es einen Unterschied gibt, während die,die glauben, glauben, es gäbe keinen Unterschied und Wissen sei nur eine arrogante Art, zu glauben.
Gruss

Werner Hoffmann am 20.10.2014 20:15:36 (Ref.)

"Der Glaube an Gott ist was für Dumme und Ungebildete", hört man oft.
Aber was ist "Gott" denn nun eigentlich ? Dies müsste man ja erst einmal klären bevor man diesen verneint. Atheisten "basteln sich durchaus ihren eigenen Gott zurecht".
Beispielsweise erfand der leider viel zu früh verstorbene Astrophysiker CARL SAGAN mit seinem sogar verfilmten Roman CONTACT eine ausserirdische Intelligenz, die der Menschheit in der evolutionären Entwicklung um Jahrmilliarden voraus ist.
Ein weiteres Beispiel ist der emeritierte Astrophysiker Prof. Ulmschneider, der in seinem auf Englisch bei YouTube einsehbaren Vortrag von einer ausserirdischen Intelligenz bereits schon in unserer Galaxis ausgeht, die nahezu allmächtig, nahezu allwissend, unsterblich ist und keine Probleme hat, den Raum zu überbrücken und die Möglichkeit des "free choice of body" hat.
Dies sind - wie bei Erich von Däniken auch - religiöse Sehnsüchte von Atheisten, die gar nicht genau wissen, was sie darunter verstehen.
Die Abraham-Religionen wie auch das Christentum gehen davon aus, dass eine schöpferische Intelligenz sogar von außerhalb des Universums existiert. Die unvorstellbar genaue Feinabstimmung des Universums und die Entdeckung der " Schrift des Lebens" durch Watson und Crick 1953 sind Indizien.
Wenn ein Atheist also sagt, dass er nicht an einen "Gott" glaubt, stellt sich die Frage, was er unter "Gott" versteht. Das Seltsame ist, dass Atheisten von Kinofilmen begeistert sind wie "Mission to Mars" oder SF-SERIEN wie "TAKEN", in denen Ausserirdische als Heilsbringer mit "göttlicher Macht" auftreten.

Ein gewichtiges Argument gegen den Atheismus liefert die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Massenmörder HITLER, STALIN, MAO und POL POT aus Kambodscha waren überzeugte Atheisten. Sie mordeten und schlachteten Millionen und Abermillionen Unschuldige durch ihre ideologisch verblendeten Helfershelfer dahin. Denn wenn es Gott nicht gibt, ist alles und jedes erlaubt.

Werner Hoffmann am 20.10.2014 21:53:08 (Ref.)

Der hochgebildete inzwischen emeritierte Univ.-Prof.dr.ing Werner Gitt kommt von der gleichen beruflichen und wissenschaftlichen Ausgangslage als dr.ing. zu der genau entgegen gesetzten Überzeugung gegenüber Uwe Lehnert. Mit seinem Buch "Am Anfang war die Information" stellte er die Behauptung völlig zu recht auf, dass komplexe Information immer eine intelligente Quelle voraussetzt. Da Leben immer von Leben kommt, sieht es wohl so aus, dass das Leben auf der Erde eine intelligente Quelle haben muss. Vielleicht hat Erich von Däniken recht gehabt ? Vielleicht waren ausserirdische Intelligenzen hier. In der SF - DOKUMENTATION "Alien Encounters" wird von atheistischen Wissenschaftlern das Gedankenspiel vollzogen, eine hochintelligente ausserirdische Schwarmintelligenz hätte komplexe codierte DNA im Weltall verstreut, auch auf die Erde. Irgendwo muss das Leben ja herkommen. In dem Kinofilm "Prometheus" sind die ausserirdischen Konstrukteure jene, die Leben erschufen.

Werner Hoffmann am 22.10.2014 22:05:36 (Ref.)

Die Frage nach Gott

Es wird irgendwann so etwas wie Gott geben, weil die Menschen als kollektive Schwarmintelligenz dazu werden.
Andererseits kann dies irgendwo anders im (Multi)-Universum längst passiert sein und eine oder mehrere "Gottheiten" sind bereits vor Urzeiten entstanden.
Für die sind wir Menschen auf der Erde nur Ameisen.
Vielleicht auch nicht. Instinktiv wissen die Menschen davon und erhoffen sich eventuell Hilfe.
Die Menschheit ist derzeit bereits eine relativ unsterbliche kollektive Schwarmintelligenz und Superintelligenz, die sowieso eines Tages die Erde verlässt, um weiter zu ziehen.

Wissenschaftler am 03.12.2014 18:56:44 (Ref.)

wie immer schrieb am 24.09.2009 23:19:14:
Schön oberflächlich und einseitig geschriebenes Buch ohne echte Beweisquellen, viel philosophischem, nichtssagendem Blabla und den typischen, in Rhetorik-kursen gelernten Totschlag-Argumenten, welche bei genauerer Betrachtung und Auseinandersetzung mit dem Stoff mehr als haltlos sind.

Evolution ist auch nur ein Glaube, aber das wollen viel nicht wahrhaben. Alles wird mit Zufällen erklärt und was noch nicht bewiesen werden konnte wird mit einem derzeitig nicht erreichtem Wissensstand und einer zukünftigen Entdeckung erklärt.

Danke für so viel Nichts!


Das zeigt wie wenig AHNUNG manche Gottesehrführchtigen Wesen haben.
Aber überall mitreden wollen. Sagt Christus nicht immer man soll den anderen respektieren, im Rahmen seines Nächstenliebe-Gebots?
Meist sind es diejenigen die an solche vom Menschen gemachten höheren Geschöpfen glauben und keinerlei Verständnis für andere Denkweisen haben. Der Grund an eine höhere Instanz zu glauben ist doch nur dazu da die Endlichkeit des eigenen Lebens nicht wahrhaben zu wollen. Ist das nicht sehr egoistisch??? Und dies dann unter den Mantel der Nächstenliebe zu verstecken ist wirklich armselig.
Es ist ja auch einfach nach einem vorgeschriebenen Weltbild zu leben.
Aber Glauben ist NICHT Wissen. Im Gegensatz dazu ist die Evolutionstheorie kein GLAUBE wie genannt, sie ist ein Faktum!
Oder hat Gott die Dinosurierknochen versteckt, um den Menschen Spaß am Ausgraben und zusammenpuzzeln zu bringen...?!
Und wenn man KEINE AHNUNG hat, sollte man dann doch besser den Mund halten.
Es ist ja nichts verwerfliches daran keine Ahnung zu haben, irgendwelche Bildungslücken hat jeder Mensch. Aber wenn man trotzdem Stellung zu solch einem Thema nehmen will, sollte man sich vielleicht doch vorher ein wenig informieren, dann kommen solche überflüssigen Kommentare erst gar nicht zustande.
Und damit wäre allen geholfen.

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