eGovernment

1.2.3 eGovernment Funktionsmodell

Es geht bei eGovernment um die Abwicklung von Geschäftsprozessen der Verwaltung mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken. In dem Funktionsmodell sollen die Zusammenhänge und grundsätzlichen Aspekte des eGovernment dargestellt werden.

Der zentrale Gedanke hinter diesem Funktionsmodell ist die Verknüpfung der beiden dem eGovernment zugrunde liegenden Konzepte, der Kunden- und der Prozessorientierung. Die Kundenorientierung verlangt die Ausrichtung des Verwaltungshandelns an den Bedürfnissen des Kunden, während die Prozessorientierung darauf zielt, das Verwaltungshandeln in Geschäftsprozessen zu sehen. Mit eGovernment ist diese Verknüpfung, nämlich eine direkte Anbindung des eine Dienstleistung nachfragenden Kunden an das Verwaltungshandeln, realisierbar. Diese Anbindung wird in der folgenden Abbildung wiedergegeben.

Abb. 1.4: Funktionsmodell von eGovernment

(Quelle: Landsberg 2002: 30f)

Das Funktionsmodell basiert auf dem operativen Geschäftsprozess, der entweder auf konventionellem oder aber eben elektronischem Wege nachgefragt werden kann - und zwar sowohl von den Kunden wie auch von der Verwaltung selbst. Denn das entscheidende an dem eGovernment Funktionsmodell ist, dass auch die klassische Verwaltungsstruktur von der Prozessorientierung profitiert.

In dem Funktionsmodell wird dabei deutlich, das dem Kunden auch durch eGovernment immer noch alle Zugangswege (Neben dem Internet bspw. auch das Bürgerbüro) und also auch der direkte Ansprechpartner für den Kunden erhalten bleiben. Damit ist eine weitere, relevante Besonderheit des eGovernment gekennzeichnet, die als Multi-Channell-Access (Multi-Kanal-Zugang) bezeichnet wird. Was es damit auf sich hat, wird im folgenden Kapitel kurz erläutert.

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